Weinseminare am Marketingtag. Chris Yorke, neuer Chef der Österreich Wein Marketing (ÖWM), drückt aufs Tempo. Er legt den Fokus auf Herkunft, internationale Märkte und den Heimmarkt Österreich.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. März 2020 (15:44) – Anzeige
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Erstmals individuelle Nachmittagsseminare am Marketingtag. Damit soll noch stärker auf die unterschiedlichen Interessen und Fragestellungen der Teilnehmer eingegangen werden.
OeWM/ Margit Schmid

Chris Yorke setzt auf Qualität, Umweltbewusstsein, internationale Marktanalysen und Themenführerschaft, um die Exporte weiter zu stärken. Am traditionellen Marketingtag der ÖWM präsentierte sich Yorke rund 550 Teilnehmern und versprühte Aufbruchsstimmung.
„Wir müssen auf die Stärken des Weinlandes Österreich setzen“, betont Yorke. Er will die positive Wahrnehmung des österreichischen Weins weiter stärken; die strategische Dachmarkenarbeit der ÖWM muss dabei Hand in Hand mit der Individualität und Authentizität der heimischen Winzerfamilien gehen. Weine aus Österreich weisen eine hervorragende Durchschnittsqualität auf und sind international bekannt für ihren unverkennbaren Stil: frisch, mit Charakter, Tiefgang und Reifepotenzial. Die Grundlage dafür, die heimischen Weingärten, gilt es durch umweltbewusstes Handeln zu bewahren. Hier sieht Yorke Österreich bereits auf einem sehr guten Weg, ortet aber noch weiteres Potenzial, beim Thema Umweltbewusstsein eine Alleinstellung im weltweiten Weinbau zu beanspruchen.

OeWM/ Margit Schmid

Mit Marktanteilen beim Umsatz von 73 Prozent im Einzelhandel sowie 88 Prozent im Gastronomie- und Großhandelsbereich belegt Wein aus Österreich im Inland die Spitzenstellung. Diese gilt es, so Yorke, zu halten beziehungsweise voranzutreiben. Konsequentes Herkunftsmarketing und die weitere Profilierung der Weinbaugebiete sollen dafür das Fundament bilden. Vermehrt will die ÖWM ihr Augenmerk auch auf den Weintourismus richten, der den Direktverkauf ab Hof stärkt und selbstredend in die Auslandsmärkte strahlt. Die geografische Nähe der Weinbaugebiete zu Wien bietet hierfür eine vielversprechende Grundlage. Besonders im höheren Preissegment muss Österreichs Wein sein Potenzial voll ausschöpfen.

Die Schlüsselwörter lauten hierbei: Ausbau der Themenführerschaft und Zielgruppenfokussierung in der Vermittlung des unverkennbaren Stils und Charakters österreichischer Weine. Unterstützend soll eine internationale, qualitative Marktforschung Aufschlüsse darüber geben, was Meinungsbildner in den wichtigsten Märkten über österreichischen Wein und sein Marktpotenzial denken. „Unter anderem wird die ÖWM eine Winzer-Befragung durchführen, um die Bedürfnisse der Weinbauern noch besser zu verstehen und die eigene Arbeit zu optimieren“, so Yorke. Nach seiner Key Note Speech am Marketingtag analysierte Sascha Speicher den wichtigsten österreichischen Exportmarkt Deutschland, entkräftete verbreitete Mythen und zeigte vorhandene Potenziale auf. Beim Marketingtag bot die ÖWM erstmals themenspezifische Seminare. Infos auch unter www.bvz.at/weinzeit.