Ländermatch der Blaufränkischen. Blaufränkisch-Tasting - Pécsi Borozó ist ein ungarisches Weinmagazin, das sich der Herausforderung einer länderübergreifenden Blaufränkisch-Verkostung gestellt hat.

Erstellt am 07. April 2021 (12:41)
Titel Weinzeit
zVg

Der Blaufränkisch ist in Österreich eine autochthone Sorte. Als „autochthon“ bezeichnet man Rebsorten, die nahezu ausschließlich in einem bestimmten Gebiet durch natürliche Kreuzung oder Mutation entstanden sind und dort auf eine relativ lange Geschichte zurückblicken können. Nichtsdestotrotz ist er auch in Mitteleuropa weit verbreitet, jedoch nicht immer unter dem Namen Blaufränkisch.

In Deutschland wird er Lemberger oder Limberger genannt und in Ungarn kennt man ihn unter Kékfrankos. In Österreich sind rund 6 Prozent der Rebfläche, das heißt rund 3.000 Hektar mit Blaufränkisch bepflanzt, ein Großteil davon im Burgenland.
Auf ungarischer Seite gibt es von Sopron, über den Plattensee bis ins Weinbaugebiet Villány rund 8.000 Hektar Weingärten die mit Kékfrankos bepflanzt sind. Grund genug um den Blaufränkisch auf eine österreichisch-ungarische Bühne zu bitten.

Pécsi Borozó ist ein ungarisches Weinmagazin, das seit mehr als 15 Jahren über ungarische und vor allem mitteleuropäische Weinthemen berichtet. Die Autoren sind vornehmlich aus Ungarn, aber die Verkostungen oft länderübergreifend. So wie dieses Blaufränkisch-Tasting zu dem auch das Burgenland eingeladen war.
Die Zusammenarbeit begann mit einer Anfrage des Redakteurs Tamás Jacab von Pécsi Borozó, ob die Wein Burgenland nicht an der Teilnahme an einer Ungarisch-Burgenländischen Blaufränkisch Verkostung interessiert sei. Schnell war alles besprochen und geregelt und das Interesse der Winzer vorhanden. Binnen kurzer Zeit konnte die Wein Burgenland 55 angemeldete Weine zur Verkostung schicken. Gegenüber standen 57 ungarische Kékfrankos. Insgesamt waren es dann 112 Spieler, die bei diesem internationalen Match gegeneinander antreten durften.

Verkostet wurde mit einer neunköpfigen Jury aus ungarischen Weinexperten nach dem 100 Punkte-System. Jeder Wein wurde innerhalb von vier Tagen mindestens zwei Mal verkostet – jeweils mit einer neuen Flasche.

Von den 112 Weinen erreichten neun burgenländische Weine eine Silbermedaille (80 bis 85 Punkte).
27 Weine mit 86 bis 91 Punkten freuten sich über eine Goldmedaille, Grand Gold wurde mit 92 bis 97 Punkten an acht burgenländische Weine verliehen und ab 98 Punkten durfte man sich als Champion bezeichnen. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann!

Herausgeber Dániel Ercsey berichtet im Artikel, dass es einfach war die Burgenländer heraus zu schmecken, durch die perfekte Reife, die animierende Säure und die bewundernswerte Balance. Die Durchschnittsqualität burgenländischer Blaufränkisch Weine sei höher, als die der ungarischen Mitstreiter. Auch international seien die Burgenländer im Umgang mit der Rebsorte Blaufränkisch herausragend, schreibt er in seinem Artikel. Mit Stolz können wir auch das enorme Reifepotenzial burgenländischer Blaufränkisch herausstreichen, wie sich dies in einigen Beispielen hier zeigt.

Mehr Infos unter ww.bvz.at/weinzeit