Burgenland feiert 3 große Jahrgänge. Die große Jahrgangspräsentation des burgenländischen Weins in der Wiener Hofburg ist ein Fixpunkt im Jahreskalender der Weinfreunde in der Bundeshauptstadt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 17. März 2020 (13:15)

2.500 Weinfreunde durften in Wien die Früchte mehrerer großer Weinjahrgänge verkosten. Nach 2017 und 2018 steht mit 2019 ein echtes Wein-Highlight vor der Tür – allerdings in geringerer Menge als 2018. Als Gast-Region war heuer mit 14 Topwinzern die Wachau vertreten.

„Der Produktionswertanteil des Weins an der landwirtschaftlichen Erzeugung im Burgenland lag zuletzt bei mehr als 36 Prozent und die Bruttowertschöpfung bei mehr als 230 Millionen Euro. 7.400 Arbeitsplätze werden durch die Weinwirtschaft gesichert, dies entspricht mehr als 6 Prozent der burgenländischen Beschäftigten“, so Landeshauptmann-Stv. Mag. Astrid Eisenkopf, die dem burgenländischen Weinbau auch in Sachen Qualität Rosen streute: „Ich bin stolz, dass wir in Wien eine so große Vielfalt an Weinen von hervorragender Qualität präsentieren können. Diese Vielfalt ob Weiß-, Rot-, Süß- oder Schaumwein zeigt die Stärken des Burgenlandes im Weinbereich.“

Im Rotweinbereich stammten die klassischen Weine großteils aus dem Jahrgang 2018, die Reserven und Lagenweine aus dem Jahr 2017 und es erwies sich, dass diesen beiden Jahrgängen zu Recht Vorschusslorbeeren umgehängt worden sind. Die Weine präsentieren sich dicht, stoffig und komplex, mit einem reifen, bereits gut eingebundenen Gerbstoff. Bei den Weißweinen zeigen sich die 2017er und 2018er in bester Trinkverfassung und die ersten Proben vom Jahrgang 2019, der neben guter Reife auch viel frische Frucht und eine reife aber animierende Säure gebracht hat. Sie sorgten für großen Genuss und Vorfreude auf das, was dieser außergewöhnliche Jahrgang noch bringen wird. Er dürfte in diesem hochkarätigen Triumvirat wohl an erster Stelle stehen, wenn auch mit dem kleinen Wermutstropfen einer etwas geringeren Erntemenge.

Wie Andreas Liegenfeld, Präsident des Burgenländischen Weinbauverbandes erläuterte: „Der Jahrgang 2019 war von der Menge mit rund 566.000 Litern kleiner als 2018 aber die Qualität ist hervorragend. Wir werden sowohl sehr viele frische und fruchtige Weine als auch Weine mit Reifepotenzial aus diesem Jahrgang sehen.“ Und Liegenfeld ergänzt: „Der Konsument schaut natürlich immer zuerst auf die Qualität eines Jahrgangs, doch für uns Winzer ist auch die Erntemenge ein wichtiger Faktor. Nur, wenn die Betriebe wirtschaftlich gesund sind, können wir investieren und einen entsprechend hohen Aufwand betreiben, der für das Erreichen höchster Qualität notwendig ist.“

Georg Schweitzer, seit Anfang des Jahres Geschäftsführer der Wein Burgenland, sieht den burgenländischen Wein als wesentlichen Baustein der Erfolgsgeschichte des österreichischen Weins im Export: „Der burgenländische Wein hat sich in der Qualitätspyramide ganz oben angesiedelt und ist auch weltweit beliebt“, so Schweitzer. „Der Export von österreichischem Wein ist 2018 auf ein Rekordniveau von 53 Millionen Litern und einen Wert von 170 Millionen Euro angestiegen. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist der Flaschenweinexport. Deutschland ist mit etwas unter 50 Prozent der größte Markt, aber Länder wie die USA, Schweiz, Polen und die Slowakei zeigen große Zuwachsraten. Daher wird die Wein Burgenland vermehrt Aktivitäten in diesen Märkten setzen.“

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