Richtige Trinktemperatur. Speziell im Sommer ist die Frage der richtigen Trinktemperatur von Wein wichtig. Wird der Rotwein zu warm getrunken, kann er unharmonisch wirken.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. Juli 2020 (08:56)
Weingenuss. Im Sommer ist es notwendig, auch Rotwein zu kühlen. Dieser sollte nicht über 18 Grad serviert werden.
Verein Blaufränkischland Pur

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer gemütlichen Runde, es wird gegrillt und diverseste Schmankerl werden kredenzt. Als Begleitung wird burgenländischer Wein serviert. Gestartet wird mit burgenländischen Sekt – ein kühler Traum zur Einstimmung. Zum Essen gibt es dann Weißen oder Rosé, beide sind erfrischend gekühlt. Einige Kombinationen erfordern Rotwein und da passiert es oft, dass dieser zu warm serviert wird. Speziell im Sommer ist die Frage der richtigen Trinktemperatur von Wein wichtig. Rotwein kühlen, warum ist das notwendig?

Eine schon lange existierende Empfehlung besagt, dass Rotwein bei Zimmertemperatur getrunken werden soll. Diese Empfehlung stammt aus Zeiten, als die Zimmertemperatur noch bei maximal 18°C lag. Heute liegt die Zimmertemperatur meistens wesentlich höher und zusammen mit dem geänderten, vollmundigeren und fruchtigeren Weinstilen, gilt diese Empfehlung der Zimmertemperatur nicht mehr. Wird der Rotwein zu warm getrunken, dann treten in der Geschmackswahrnehmung das Tannin und der Alkohol zu sehr in den Vordergrund. Dadurch wirkt der Wein unharmonisch und es macht keinen Spaß, ihn zu trinken. Daher empfiehlt es sich, den Rotwein zu kühlen, um das volle Geschmackserlebnis zu garantieren. Also im Sommer den Rotwein vor dem Genuss in den Kühlschrank, sofern man nicht über einen Weinklimaschrank oder Weinlagerkeller verfügt, und der perfekte Genuss ist garantiert. Man braucht nicht unbedingt ein Thermometer, es reicht, wenn man die Flasche angreift und eine angenehme Kühle spürt. Sollte man den Rotwein dekantieren wollen, dann empfiehlt es sich, den Dekanter kühl zu stellen. Aufpassen muss man, dass keine starken Gerüche im Kühlschrank vorhanden sind, diese könnten nach einiger Zeit auf den Wein übergehen. Die beste Lösung ist sicherlich ein Weinklimaschrank mit verschiedenen Temperaturzonen für die verschiedenen Weinstile, dann hat der Wein immer die richtige Trinktemperatur. Als generelle Empfehlung gilt folgendes: Fruchtige, sehr junge Rotweine sollten bei 12 bis 14°C getrunken werden, in diese Kategorie fallen vor allem Weine aus dem heurigen Jahrgang.

Junge und leichte Rotweine bei 14 bis 16°C, das sind Weine der Jahrgänge 2018 und teilweise auch noch 2017 die im Stahltank oder großen neutralen Holzfass ausgebaut sind. Mittelkräftige Rotweine, also Weine die in kleineren Holzfässern ausgebaut wurden, durchaus auch Weine in der Reserve Kategorie zeigen ihre beste Form, wenn sie zwischen 16 und 18°C getrunken werden. Kräftigere und tiefgründigere Rotweine, die in Barrique ausgebaut sind oder von sehr alten Rebstöcken kommen, entfalten und zeigen sich bei maximal 18°C am besten. Es gibt auch keine generelle Regel in Bezug auf die Rebsorten. Zweigelt, Blaufränkisch und Co. gibt es von leicht bis vollmundig. Ein Indiz auf der Flasche kann der Alkoholwert sein, Rotweine unter 12,5 % vol gelten als leicht, im Bereich von 12,5 bis 13,5 % vol als mittel und ab 14 % vol als kräftig.