Besser gut geplant, als zu rasch gekauft. Wer eine Immobilie kaufen möchte, hat viele Ansprüche. Kaufpreis, Lage und auch der richtige Schnitt des Hauses oder der Wohnung müssen stimmen.

Erstellt am 23. Februar 2021 (10:40)
Suche nach dem Traumhaus. Wer sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause begibt, sollte einige Punkte beachten, um sich viel Ärger zu ersparen.
Shutterstock/ Frank Oppermann

Ein Immobilienkauf hat langfristige Auswirkungen auf das Leben. Egal ob es sich um ein Eigenheim oder ein Mietobjekt handelt, die Suche nach einer geeigneten Immobilie ist oft nicht einfach. Hier gibt es nämlich viele wichtige Entscheidungen, die man treffen muss. Damit das Projekt Wohnungs- oder Haussuche gelingt, haben wir einige Tipps zusammengefasst.

Bevor sich Immoblienkäufer auf die Suche nach einem geeigneten Objekt begeben, sollten Sie sich zuallererst den finanziellen Rahmen abstecken. Dieser kann meistens nicht zur Gänze aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Daher entscheiden sich die meisten für eine Finanzierung mittels Darlehen. Hier ist ein hoher Anteil an Eigenkapital von Vorteil, da dieser zu günstigeren Konditionen führt. Außerdem sollte man sich für die Rückzahlung einen langfristigen Finanzierungsplan aufstellen.

Wer Haus und Grund kauft, muss bei der Finanzierung zudem mit weiteren Nebenkosten für die Planung und Verwaltung rechnen. Eine Eintragung ins Grundbuch kostet in etwa 1,1 Prozent des Kaufpreises. Die Provision für den Makler schlägt mit etwa drei Prozent zu Buche und die Grunderwerbsteuer macht rund 3,5 Prozent des Kaufpreises aus. Hat man einen Rechtsanwalt zum Kauf hinzugezogen, muss man auch dessen Honorar berücksichtigen.

Die Suche nach der richtigen Immobilie

Immobiliensuchende stehen sowohl bei der Suche nach einem Eigenheim als auch bei einem Mietobjekt zu Beginn vor der Frage Bestandsimmobilie oder Neubau? Ist das geklärt, kann man sich Gedanken über die Lage machen.

Wer sich für eine gebrauchte Immobilie entschieden hat, sollte vor dem Kauf genauer hinschauen. Dabei ist es auch hilfreich, einen Gutachter zu Rate zu ziehen.

Es ist außerdem empfehlenswert, mehrere Objekte zu besichtigen, damit man gute Vergleichsmöglichkeiten hat.

Der Preis kann je nach Region stark variieren. Eine Immobilienbewertung kann hier Abhilfe leisten, damit man nicht zu viel zahlt.

Werbung

Selbst suchen oder suchen lassen?

Diese Entscheidung ist eine sehr individuelle. Wer lieber auf eigene Faust auf Immobiliensuche geht, spart sich die Maklerprovision. Ein Makler kann einem aber viel Arbeit ersparen, da er einen guten Überblick über den Markt hat. Außerdem hat man die Expertise eines Fachmannes auf seiner Seite.

Genau hinsehen bei der Besichtigung

Besichtigung. Wer einen Makler beauftragt, hat einen Experten an seiner Seite.
Shutterstock/ antoniodiaz

Hat man sein Traumobjekt gefunden, sollte man trotzdem nicht zu voreilig handeln. Man sollte nämlich vor dem Kauf alle nötigen Unterlagen einsehen und gegebenenfalls einen Experten um Rat fragen.

Energieausweis checken:

Außerdem sollte man sich den Energieausweis genau durchlesen, um zu erfahren, ob das Haus oder die Wohnung möglicherweise „Energieverschwender“ sind.

Grundbuch:

Beim Einsehen des Grundbuches sollte man nachsehen, ob der Verkäufer der alleinige Eigentümer ist, ob es Lasten oder Beschränkungen gibt und ob das Haus mit Schulden belastet ist.

Bebauungsplan:

Hier sollte man prüfen, ob es etwaige Beschränkungen beim Zu- oder Ausbau gibt und ob das Gebäude unter Denkmalschutz steht.

Unterzeichnung des Kaufvertrags

Werbung

Sind sich Käufer und Verkäufer einig, kann der Notar mit dem Entwurf des Kaufvertrags beauftragt werden. Dieser sollte unparteiisch sein und beiden Seiten die Details des Kaufvertrages gut erklären.

Die meisten Verkäufer bestehen beim Unterzeichnen des Kaufvertrages darauf, dass der Käufer eine Finanzierungsbestätigung oder einen Kapitalnachweis vorlegt.

Sobald der Notarvertrag unterzeichnet ist, trägt der Notar eine Auflassungsvormerkung ins Grundbuch ein. Diese gilt als eine Art der bindenden Reservierung. Danach erfolgt die Zahlung des Kaufpreises und der Grunderwerbsteuer. Ist beides getätigt, erhält der Käufer die notwendige Unbedenklichkeitsbescheinigung, um sich als Eigentümer ins Grundbuch eintragen lassen.

Die Übergabe und der Umzug

Bei der Übergabe der Immobilie sollte der Käufer prüfen, ob vereinbarte Mängel entsprechend beseitigt wurden. Hier lohnt es sich, ein Protokoll anzufertigen in dem der Zustand der Immobilie genauestens festgehalten wird.

Danach heißt es Kisten packen, Möbel schleppen, Schränke auseinander- und wieder zusammenschrauben sowie sich bei der alten Gemeinde ab- und bei der neuen wieder anzumelden.

Wer sich zumindest einen Teil des Aufwandes ersparen möchte, kann auch ein Umzugsunternehmen beauftragen.

Fazit:

Ist man bei den einzelnen Schritten planvoll vorgegangen und der Immobilienkauf erfolgreich abgeschlossen, gibt es im Nachhinein kaum etwas zu bereuen.

Man muss nur genügend Zeit in das Einholen von Finanzierungsangeboten, Besichtigungstermine und das Prüfen des Kaufvertrages investieren, denn diese Schritte sichern den Kauf gut ab und können einem eine Menge Ärger im Nachhinein sparen.