Das Beste aus einem kleinen Garten rausholen. Klein, aber fein - Mithilfe einer angepassten Gartenplanung werden auch kleine Gärten zum Hingucker und einzigartigen Erholungsrefugium.

Erstellt am 15. April 2021 (00:01) – Anzeige
Kleiner Garten ganz groß. Mit dem richtigen Know-how wird auch ein kleiner Garten zum Hingucker.
Shutterstock/Hannamariah

Kleine Gärten, die gerade mal 100 Quadratmeter besitzen, sind aufgrund von Baulandverknappung heutzutage keine Seltenheit mehr. Geht man das Projekt Kleingarten mit einer ordentlichen Planung an, kann man vieles rausholen und einen persönlichen, kleinen Rückzugsort erschaffen.

Kleiner Garten, gute Planung

Als Erstes sollte man überlegen, welche Funktion der Garten erfüllen soll. Möchte man zum Beispiel einen Nutzgarten, einen Naturgarten oder einen Familiengarten schaffen? Bei der Planung sollte man ein einheitliches Konzept mit klaren Strukturen ins Auge fassen.

Mit schmalen Hecken, Sträuchern, Rosenbögen und platzsparenden Rankwänden ist es möglich, Strukturen im Garten zu schaffen. Dabei sollte man aber nicht nur den Rand des Gartens bepflanzen. So entstehen nämlich halb-offene Räume, die den Garten größer erscheinen lassen. Abgetrennte Bereiche, in denen man zum Beispiel eine Sitzecke, eine Grillecke oder eine Spielfläche anlegt, machen den Garten optisch ansprechender.

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Wer Wege anlegt, der streckt den Garten optisch in die Länge und lenkt den Blick des Betrachters. Gerade sanft geschwungene Wege, die zum Beispiel von einem Sitzplatz zu einer schönen Sträuchergruppe oder Kübelpflanzen führen, verleihen dem Garten Tiefe und setzen gezielte Akzente am Ende des Weges. Als Materialien für die Wege empfiehlt es sich die selben oder ähnliche wie für die Terrasse (falls vorhanden) zu wählen. Helle Steine oder Kiesel öffenen den Raum optisch.

Die richtigen Pflanzen für den kleinen Garten

In einem kleinen Garten sollte man auf große Bäume verzichten, denn diese sind für kleine Flächen eher ungeeignet. Auf Bäume muss man aber nicht gänzlich verzichten. Bei der Auswahl sollte man jedoch zu kleinkronigen Bäumen, Kugelkronen oder Spindelwuchs greifen.
Bei den Blumenbeeten sollte man in einem kleinen Garten auf extrem bunte Farben und üppige Beete verzichten. Sie wirken auf kleinen Flächen schnell erdrückend. Stattdessen sollte man eher zu hellen Blühpflanzen greifen, die man an verschiedenen Stellen im Garten verteilt. Tiefe kann man zum Beispiel mit blauen und weißen Pflanzen im hinteren Bereich des Gartens erzeugen. Kräftigere Farben holen Beete nach vorn.

Mit Blattschmuckpflanzen (Funkien, Salbei, Farne oder Purpurglöckchen) und filigranen Ziergräsern (Silber-Ährengras, Zittergras, Chinaschilf oder Tautropfengras) können einzelne Bereiche bei Bedarf aufgefüllt werden.
Abgesehen von den Farben kann man auch mit Formen gestalterisch viel erreichen. Lang gezogene, schmale Grundstücke profitieren zum Beispiel von runden, halbrunden und ovalen Beeten, Rasenflächen und Sitzbereichen. Quadratisch oder rechteckig angelegt verkleinern sie den Garten optisch.

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Wer seinen kleinen Garten optisch größer erscheinen lassen möchte, sollte außerdem auf große, offene Rasenfläschen verzichten. Diese haben gestalterisch auch kaum einen Nutzen. Gestalterisch ist es daher eher von Vorteil sich auf eingegrenzte, strapazierfähige Rasenstücke zu begrenzen. Ein netter Nebeneffekt ist: es muss nicht allzu viel gemäht werden.