Linda Peischl: „Sind gut aufgestellt“. Die 25-Jährige spielt mit UVC Graz in der 1. Bundesliga um den Meistertitel: nur ein Teil ihres vielschichtigen Tuns.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 10. April 2021 (01:13)
Blickrichtung Titel: Linda Peischl hat auch 2021 sportlich weiter sehr viel vor.
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Warum sollte es auch anders sein? Seit frühen Kindertagen begleitet Linda Peischl der Volleyballsport. Schon in ihrem 17. Lebensjahr war sie bei ihrem Stammverein in Güssing eine feste Größe in der 2. Bundesliga, also wurde sie in die österreichische Jugendauswahl nominiert. 2014 folgte dann der folgerichtige Schritt: Hartberg rief und mit dem TSV auch die Chance auf die Bewährung in der 1. Bundesliga. Dort, in der Volley League Women, spielt sie auch heute noch, auch wenn sich die sportliche Destination in die steirische Landeshauptstadt Graz verlagerte.

Vier Jahre in Graz mit vielen Erfolgen

Seit 2017 ist sie fixer Teil des UVC Graz, mit dem sie erneut um den Titel in der Bundesliga kämpft. Angeführt wird die Truppe rund um Peischl von Trainer Matthias Pack, der seit zwei Jahren das Zepter schwingt und das südburgenländische Erfolgsmärchen weiterspinnen darf. „Schon im ersten Jahr mit dem UVC wurden wir Meister und Cupsieger“, erzählt Peischl, um anzufügen: „Mein größter Erfolg war aber die Einberufung ins Damen-Nationalteam, mit dem wir uns Silber bei der European League holten.“ Eine schöne Erinnerung. Was jetzt zählt, ist die Gegenwart, die Peischl und Kolleginnen erneut ins Meisterschafts-Finale führte.

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Dort steht der Gegner – Linz/Steg führt mit 1:0 gegen Sokol/Post, derzeit wird aufgrund von Corona-Fällen aber pausiert – zwar noch aus, aber klar ist: „Wir werden unser Bestes geben, um Meister zu werden“, hofft sie auf ihren zweiten Titel in der Liga mit dem UVC Graz auf nationaler Ebene. Aber nicht nur sportlich läuft es, auch beruflich stimmt die Richtung. Neben ihren starken Leistungen als Mittelblockerin ist die Güssingerin auch Trainerin des Volleyballzweiges an der HAK Stegersbach. Dort bewegt sich einiges, für das kommende Schuljahr haben sich schon 60 Youngsters gemeldet und auch die Perspektiven sind, mit dem eigens dafür gegründeten Verein, sehr gut. Alles auch nach Rücksprache mit Peischl, die so folgerichtig erklärt: „Wir sind sehr gut aufgestellt. Leider macht uns aber auch hier in Stegersbach Corona derzeit einen Strich durch die Rechnung.“

„Angekommen“, um Erlerntes weiterzugeben

Die Zukunft hat Peischl fest im Blick, will sie doch endgültig als Lehrerin Fuß fassen und nicht nur ihre Volleyball-Kenntnisse an die Jugend weitergeben. Nun gilt es aber, die Meriten

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einer bis dato guten Saison in Form eines Titels einzutüten. Und dann? „Ich will gerne noch einige Jahre für den UVC Graz spielen.“ Dabei wird das Team demnächst verjüngt. Peischl: „Ich hoffe, wir können sowohl national als auch international weiter ein Wörtchen mitreden.“