Abenteuer Kaiserstadt. Christopher Pinter schlägt ein neues Kapitel auf. Der Siegendorfer ist Athletik-Coach von Alemannia Aachen.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 11. Juli 2021 (01:44)
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Vor knapp zwei Jahren spielte Christopher Pinter noch für Draßburg in der Regionalliga — jetzt schaffte er als Athletik-Coach den Sprung nach Deutschland.
Martin Ivansich

Seit wenigen Tagen ist Christopher Pinter in Aachen, richtig Zeit zum Einleben hatte der 29-Jährige noch nicht: „So schwer wird es aber nicht, die Kultur und die Sprache sind ja praktisch nicht anders.“ Die Aufgabe auch nicht, denn schon in der vergangenen Saison war Pinter, der mit Draßburg und Ebreichsdorf in der Regionalliga Ost kickte, als Athletik-Trainer im Einsatz — und zwar für die Admira Juniors unter Trainer Patrick Helmes. Der 13-fache deutsche Nationalspieler ist jetzt Cheftrainer von Alemannia Aachen. „Der Kontakt mit Helmes ist nie abgerissen und dadurch ist dann eben dieses Engagement zustandegekommen.“ Vorerst für ein Jahr – so lange ist Pinter, der bis dato auch Berufschullehrer war, karenziert. „Ich bin sehr froh, dass es so geklappt hat. Wenn man ein Angebot aus Deutschland, noch dazu im Profibereich, hat, dann muss man es versuchen. Das Gesamtpaket, hier diesen Job auch hauptberuflich ausführen zu können, ist eine große und tolle Herausforderung“, so Pinter über seine Aufgabe beim Traditionsverein in der so geschichtsträchtigen Stadt, wo vor mehr als 1000 Jahren schon Kaiser gekrönt wurden. Ob sich sein Klub, der in der Regionalliga West spielt, in dieser Saison selbst krönt, will Pinter nicht vorhersagen, nur so viel: „Der Trainer hat vor ein paar Tagen einen wunderbaren Satz gesagt. Und zwar: Die Leute in der Region sollen über Fußball reden. Damit ist für mich vieles schon erzählt, was unsere Philosophie betrifft.“

„Da sind dann manchmal mehr als 10.000 Zuseher im Stadion. Das gibt es bei uns in der Regionalliga wahrscheinlich in einer ganzen Saison.“ Christopher Pinter, Alemannia Aachen

Christian Gartner ist auch ein Aachener

Zurück zu den Umstellungen, die ja kulturell und sprachlich wie erwähnt nicht vorhanden sind. Ziemlich anders wirds bei den Spielen abgehen, sofern Corona keinen Strich durch die Rechnung macht: „Da sind dann manchmal mehr als 10.000 Zuseher im Stadion. Das gibt es bei uns in der Regionalliga wahrscheinlich in einer ganzen Saison “, so Pinter. Einer der Protagonisten am Feld ist dann möglicherweise ein weiterer Burgenländer im Dienste der Alemannia. Der Illmitzer Christian Gartner, zuvor für Fortuna Düsseldorf und MSV Duisburg in der 2. Bundesliga aktiv und zuletzt bei der Admira, steht ebenfalls seit wenigen Tagen bei den Westfalen unter Vertrag.