Zeitlos legendär: Didi Kühbauer wird 50. Der Rapid-Trainer lebt im Burgenland und hat bis hinunter in den Bezirk Jennersdorf Spuren hinterlassen.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 03. April 2021 (04:29)
Der Weg vom Fußballprofi zum Trainer. Didi Kühbauer beschloss seine Kicker-Karriere als Kapitän des SV Mattersburg. Danach fand sich für den leidenschaftlichen Tennisspieler auch wieder etwas mehr Zeit am Platz, ebenso war dann 2013 ein Gastspiel bei „Schutti“ Wagner für den SV Rohrbrunn drin. Parallel brachte sich Kühbauer aber schon als Trainer in Stellung, mittlerweile hat ihn der neue Beruf von Admira über den WAC und St. Pölten zu Rapid geführt, wo er als Chefcoach das Sagen hat (v.l.n.r.).
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Ob als Fußballprofi bei Admira, Rapid Wien, Real Sociedad, Wolfsburg oder Mattersburg: Didi Kühbauer polarisierte schon immer. Da waren die Ecken und Kanten, da war der Wille, die Qualität, aber auch stets das klare Bekenntnis zur Herkunft. Fast logisch also, dass ihn seine letzte Station zurück ins Burgenland in seine Heimatstadt Mattersburg führte, wo er von 2002 bis 2008 als Kapitän werkte. Thomas „Schutti“ Wagner, ist einer, der den SVM damals als Goalgetter und Edeltechniker ebenfalls sportlich prägen konnte – und der sich gerne zurückerinnert. „Es war eine Ehre für uns alle, als Didi zum Verein kam. Für mich als Stürmer war es zudem ein Traum, ich hab‘ nur hinter die Abwehr laufen müssen, seine Pässe sind immer punktgenau gekommen,“ sagt der 44-Jährige.

Der noch heute von Kühbauers eingelöstem Versprechen schwärmt, in der Kickerpension einmal bei seinem Heimatverein Rohrbrunn im Bezirk Jennersdorf als Aktiver aufzulaufen. Im Sommer 2012 wanderte „Kühs“ Spielerpass Richtung Süden. Am 28. Juli 2013 fand sich dann die Zeit und der damals 42-Jährige reiste zum 1. Klasse Süd-Spiel gegen Goberling an, kam, sah und traf beim 3:1-Heimsieg zweimal.

„40 Grad, ich stehend k.o., er mit zwei Toren“

Dass Kühbauer Wort gehalten hat, wundert Wagner nicht. „Ich kenne ihn schon lange. Wenn er was verspricht, dann hält er das auch.“ Erinnern kann sich der Rohrbrunn-Obmann noch genau. „Es hatte gefühlt 40 Grad, ich war stehend k.o., er hat zwei Tore erzielt. Das war schon eine klasse Aktion.“ Der Spielerpass liegt übrigens nach wie vor in Rohrbrunn.

„Falls er noch einmal Lust bekommen sollte, könnte er spielen“, schmunzelt Wagner. Längst ist Didi Kühbauer aber freilich voll auf den Trainerjob fokussiert – seit Oktober 2018 bei seiner sportlich großen Liebe Rapid. Mit den Hütteldorfern tritt er am Sonntag im Zuge des ersten Meistergruppen-Spiels der Bundesliga bei seinem Ex-Verein WAC an, just an diesem Tag feiert er seinen 50. Geburtstag. Es wirkt fast schon stimmig, dass ihn der Weg an seinem persönlichen Jubiläum auch auf einen Fußballplatz führen muss. Jene Spielwiese, die ihn Zeit seines Lebens so geprägt hat.