Corona: Noch kein BFV-Datum. Niederösterreich annulliert die Saison, wenn bis 18. April nicht trainiert werden kann. Burgenland wartet.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 14. März 2021 (02:12)
Die Sportplätze des Landes (hier die Anlage in Hirm) sind nur für Individualtrainings offen. Gruppentrainings sind noch keine möglich – es könnte aber sein, dass die neue Verordnung (die ab 15. März gelten soll) im Nachwuchsbereich kontaktloses Trainieren in Kleingruppen zulässt. 
Fenz

Der Vorstand des Niederösterreichischen Fußballverbands (NÖFV) hat sich auf zwei Szenarien festgelegt:

  • Ist ab Ostern (5. April) ein vollständiges Training mit Körperkontakt möglich, wird die noch offene Hinrunde ab 8. Mai – der NÖFV hat eine fünfwöchige Vorbereitungs-Vorlaufzeit fixiert – fertiggespielt. Das Frühjahr wurde bereits gestrichen. Sollte es nötig sein, könnten die noch offenen Spiele aus dem Herbst bis zum 4. Juli (auch unter Berücksichtigung der befristeten Freigaben) absolviert werden.
  • Ist bis 18. April kein vollständiges Training möglich, kann nicht ab 21. Mai Meisterschaft gespielt werden und die Saison wird annulliert.
  • Klare Ansagen also. Beim Burgenländischen Fußballverbands (BFV) setzt man vorerst noch auf das Prinzip des Zuwartens. Ab 15. März sollen im Nachwuchsbereich wieder zarte Trainingsmöglichkeiten bestehen, die entsprechende Verordnung steht noch aus. BFV-Geschäftsstellenleiter Karl Schmidt: „Wir warten ab, bis diese auch verschriftlicht ist und wollen uns bei den Szenarien noch auf kein Datum festlegen. Das Ziel bleibt ohnehin klar: Wichtig ist, dass wir eine Wertung erreichen.“

Dafür braucht es zumindest die gespielte Hinrunde. Dass in nahezu allen Ligen und Klassen definitiv nicht mehr möglich sein wird, davon sei ohnehin auszugehen. Vor allem, da weitere Spiele aus dem Frühjahr nur dann zählen würden, wenn zumindest ein Drittel absolviert würde. Trotzdem könnte als erster Schritt – Stichwort Niederösterreich – zumindest die Frühjahrssaison vorab gestrichen werden – weil es völlig unrealistisch scheint, dass hier noch irgendetwas geht.

„Die allgemeine Lage ist so unberechenbar“

„In der einen oder anderen Klasse ist schon einiges aus dem Herbst absolviert und gibt es nach wie vor Möglichkeiten, eventuell auch mehr zu spielen. Wenn wir jetzt für alle das Frühjahr streichen, können wir uns auch beim Spielplan nicht mehr bei einzelnen Ligen individuell bewegen, sollte das nötig sein“, entgegnet Schmidt, der gleichzeitig klarstellt: „Dass das nur Ausnahmen sein werden und beim überwiegenden Teil der Meisterschaften nicht mehr als die Hinrunde möglich sein wird, sollte doch sowieso klar sein. Trotzdem warten wir eben noch mit konkreten Datumsangaben zu.“

Speziell, was eine mögliche Annullierung der Meisterschaft betrifft, wolle man sich nicht zeitlich festnageln lassen. BFV-Präsident Gerhard Milletich: „Die allgemeine Lage ist so unberechenbar. Wir würden etwas falsch machen, wenn wir uns schon jetzt mit einem Datum auf ein Annullierungs-Szenario festlegen. Das wäre aus der Hüfte geschossen. Fakt ist: Wir wollen unbedingt eine Wertung, gleichzeitig geht es aber auch darum, Entscheidungen auf Basis des Regulativs zu treffen.“

Weit weg vom niederösterreichischen Vorhaben sei man im Burgenland in der Praxis sowieso nicht, wie Schmidt konkretisierte. Nach 21. Mai mit der Meisterschaft zu starten, sei von der Abwicklung her unrealistisch. Dann wäre eine Annullierung ohnehin die logische Konsequenz. Bis dahin wolle man aber einmal alles ausreizen – von einer etwaigen Verkürzung der im Burgenland vierwöchigen Vorbereitungs-Vorlaufzeit bis zu einer (kleinen) Verlängerung der Saison gäbe es diverse Notfall-Behelfsmittel. Aber auch die sollen erst dann Thema werden, wenn ein Trainings-Startschuss absehbar(er) ist. Schmidt: „Darum wollen wir noch abwarten.“