Ostliga: Hoffen auf das sportliche Ende. Eine sportliche Entscheidung samt Aufstockung der Liga sind das klare Ziel. Beides ist aktuell aber sehr ungewiss.

Von Malcolm Zottl und Martin Ivansich. Erstellt am 26. März 2021 (02:22)
Noch sind die Möglichkeiten für die Regionalliga-Klubs sportlich gedämpft. In Draßburg warten Trainer Franz Lederer und sein Team noch ab, zu Ostern plant man zumindest einen Formcheck mittels Individualtraining. Derweil hofft man noch auf ein sportliches Ende der Hinrunde.
Ivansich

In der Vorwoche führten die Regionalligisten Gespräche mit den Landesverbandspräsidenten Gerhard Milletich (BFV), Johann Gartner (NÖFV), Robert Sedlacek (WFV) sowie ÖFB-Geschäftsführer Thomas Hollerer. Das klare Bekenntnis der Funktionäre lautet, dass die RLO auf sportlichem Wege aufgestockt werden soll. Diese Botschaft nahm zumindest Traiskirchen-Obmann Werner Trost mit. Es bestehe Hoffnung, dass sowohl die dritte Spielklasse, als auch die höchsten Ligen der drei Landesverbände ihre Hinrunden im Juni oder sogar Anfang Juli fertigspielen können. Mehr als eine vage Idee ist das zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht.

„Da sind auch die Verbände von den politischen Entscheidungen abhängig“, ist sich Trost bewusst. Beim FCM laufen unterdessen die Individualtrainings weiter. „Wir haben die Einheiten auf eine Stunde erhöht“, schildert Trost. Drei Coaches trainieren mit den Spielern 60 Minuten. Danach gibt es eine Rochade. Drei neue Spieler kommen.

„Keine 16 Vereine wäre Armutszeugnis“

Für Draßburgs Obmann Ernst Wild steht fest: „Man muss danach trachten, dass diese wenig optimale Situation mit 13 Vereinen, wie sie aktuell in der Ostliga vorherrscht, nicht bestehen bleibt. Wenn man jetzt sportlich die Saison nicht beenden kann, dann müssen die Verbände an einer Lösung arbeiten. Es muss meiner Ansicht nach auf 16 Vereine aufgestockt werden, alles andere wäre ein Armutszeugnis für eine dritthöchste Spielklasse. Wenn man dann Siegendorf, Kottingbrunn und die Vienna dazubekommen würde, wäre das richtig attraktiv.“

Eine andere Variante geistert laut Wild im Moment auch durch die Regionalliga: „Wenn man jetzt Stripfing beispielsweise aufsteigen lässt und es aus der 2. Liga keine Absteiger gibt, diese Variante habe ich auch schon gehört, dann wären in der Regionalliga nur zwölf Vereine, wenn keiner aus den Landesverbänden nachrückt. Das wäre ein Super-Gau.“

BFV-Präsident Gerhard Milletich dazu: „Nachdem sich die Bundesliga ihre Regeln immer wieder selbst macht, kann ich mir so ein Nichtabstiegs-Szenario schon vorstellen. Bezüglich Aufstieg aus der Regionalliga befürchte ich aber generell für den Amateurfußball, dass es sich nicht ausgehen könnte für eine Wertung.“

In Sachen Training bleibt die Situation in Draßburg unverändert: „Am Osterwochenende denken wir an, im Schichtbetrieb Individualtraining abzuhalten und die Form zu überprüfen. Bis dahin gibt es nur Heimprogramm“, so Wild. Mit der Planung für die nächste Saison will der Klubchef demnächst starten: „Das ist nicht einfach, wenn man nicht weiß, wie und wann alles weitergeht. Aber wir müssen uns spätestens im April auch darum kümmern, wer bleibt und wer geht.“ Ähnliches gilt auch für Neusiedls Manager Lukas Stranz: „Wir wollen natürlich wieder eine Liga mit 16 Klubs, alles andere wäre wirklich nicht gut. Das passt für eine Regionalliga nicht.“