Ein Trio, eine Maxime. Das neue Trainer-Trio mit Joachim Steiner, Harald Rehberger und Michael Thek will trotz Stotterstart in der Liga bleiben.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 08. Mai 2021 (03:23)
BVZ

18 Jahre ist es mittlerweile schon her, dass der FC Südburgenland die höchste Spielklasse des Frauen-Fußballes bereicherte. Sehr oft ging es dabei um den Ligaerhalt – mit Erfolg. Auch in dieser Saison bleibt diese Maxime das höchste der Gefühle, denn aktuell steht man als Schlusslicht da. Um neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen, wurde in der Vorwoche mit den drei HAK-Stegersbach-Professoren Joachim Steiner (39), Harald Rehberger (62) und Michael Thek (32) ein neues Trainer-Trio an Bord geholt, während Rene Mahlknecht gehen musste. Die Hoffnung auf einen Trainereffekt für das so immens wichtige Spiel am vergangenen Sonntag gegen Nachzügler Wacker Innsbruck war da. Daraus wurde bei der 1:2-Niederlage nichts. Positiv bleibt man beim neuen Gespann aber dennoch trotz dieses ersten kurzfristigen Rückschlags.

„Ich wurde vom Verein kontaktiert, ob ich das Traineramt übernehmen würde. Ich musste nicht lange überlegen, wollte aber unbedingt meine Kollegen Harald Rehberger und Michi Thek einbinden. Wir drei ergänzen uns im Trainerstab sehr gut“, sagt Steiner, der ehemals in Neuberg als Regionalliga-Trainer arbeitete und auch schon Cheftrainer-Ehren in Kukmirn und Eltendorf erwarb.

Win-win-Situation durch die HAK-Kooperation

Zugute kommt ihnen dabei die bestehende Frauenfußballzentrums-Kooperation zwischen der Handelsakademie Stegersbach und dem FC Südburgenland. Das Zentrum dient als Pool für junge Spielerinnen aus der Region. Zehn Mädchen, die in der Future League zum Einsatz kommen und teils auch schon Bundesligaluft schnupperten, drücken aktuell die Schulbank. Dementsprechend wesentlich wäre es, das Konstrukt mit einem Bundesligisten als Aushängeschild beizubehalten. Harald Rehberger klärt über die aktuelle Situation auf: „Es wäre nicht nur für den Verein extrem wichtig, sondern auch für uns als Schule. Es ist der einzige Bundesligaverein aus dem Burgenland, nicht nur die gesamte Region profitiert dank diesem Modell“, so der Lehrer und langjährige Trainer.

Der Dritte im Bunde, Michael Thek, der als Spielertrainer in Eberau werkt, musste ebenfalls nicht lange überlegen. „Ich habe in den ersten Trainings gesehen, dass es viel Potenzial gibt. Es muss nur noch verfeinert werden“, so Thek. Das Restprogramm hat es derweil in sich. Erst geht es zum Leader nach St. Pölten, ehe dann drei richtungsweisende Spiele anstehen. Dabei braucht es wohl Minimum sechs Punkte. „Unser Schwerpunkt liegt darin, dass wir die Defensive stärken und auch die Offensive verbessern wollen“, sagten die Coaches unisono.

Und wenn der schlimmste Fall mit einem Abstieg eintreten sollte? Dann soll es aus der 2. Frauenliga sofort wieder raufgehen. Wer dieses Unterfangen dann als „Chef“ leiten wird, ist ungewiss, denn derzeit ordnet man alles diesem einem Klassenerhalts-Ziel unter.