Südliche Phalanx mit Farbtupfer. Gleich drei große Titelträger stammen aus dem Süden – nur einer lief aus der Reihe.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 19. März 2021 (02:34)

Wer Besonderes leistet, muss auch besonders geehrt werden. So geschehen bei der BVZ-Sportlerwahl, die erneut für schöne Momente und lachende Gesichter sorgte. Im Hause Grill beispielsweise, wo das junge Basketball-Ass Zoe Grill erneut in den Genuss des Landessieges kam. Nicht der einzige Vertreter aus dem Südburgenland, denn Ronald Goger, Obmann des SC Kemeten, holte sich diese Auszeichnung bei den Guten Seelen. Die dritte Süd-Beteiligung kommt aus Jennersdorf, wo die Raabtal Juniors mit knapp über 30.000 Stimmen für Furore sorgten. Durchbrochen wird die Phalanx von einem mittelburgenländischen Läufer. Mit diesem beginnt die Vorstellung der großen Sieger auch: viel Spaß!

Sportler des Jahres. Der Landessieger kommt aus dem Bezirk Oberpullendorf, genauer gesagt aus Oberpetersdorf, und läuft für den Klub Leichtathletik Mittelburgenland. Daniel Wildzeiss ist aber nicht nur Athlet, sondern kümmert sich seit dem Vorjahr gemeinsam mit Jasmin Traupmann um die gesamte Sektion Laufen beim LMB. Ziel des Vorzeige-Athleten (O-Ton LMB-Obmann Werner Faymann) ist es, gemeinsam mit seinen Klubkollegen viele Wettkämpfe – falls wieder möglich auch international – zu bestreiten. Auch die persönliche Latte hat der 42-Jährige sehr hoch angesetzt. Am 3. Juli soll gemeinsam mit seinen LMB-Kollegen Stefan Pendl, Thomas Feucht und Ossi Flatzbauer der 24-Stunden-Lauf in Bad Blumau in Angriff genommen werden.

Als weiteres Saisonziel gibt der Ex-Fußballer den Berlin Marathon Ende September aus. Der soll in unter drei Stunden bezwungen werden. Dafür trainiert Wildzeiss sechs Mal pro Woche unter der Anleitung von Trainerin Krista Gruss-Brunner. Und wie sollte es anders sein, erfuhr der Oberpetersdorfer von seinem Wahlsieg nach einer Lauftour. „Mein Handy war voller Gratulations-Nachrichten. Ich habe mich sehr gefreut“, so der Sieger, der sich bei Nachbarn, Freunden, LMB-Kollegen und vor allem beim Team Pugl für 13.837 Stimmen bedanken möchte. „Eine unglaubliche Zahl.“

Sportlerin des Jahres. Die Schülerin der Neuen Mittelschule Rieger in Hartberg hatte nicht damit gerechnet, dass sie auch 2020 wieder zur landesweiten Sportlerin des Jahres bei der BVZ-Sportlerwahl gewählt wird. Eine Auszeichnung, die ihr sehr viel bedeutet. Grill wird im April 13 und wird nach der vierten Klasse in die Basketball-Akademie nach Eisenstadt wechseln. „Danach würde ich gerne nach Spanien gehen, dort gibt es sehr gute Vereine für Mädchen.“ Um dafür gerüstet zu sein, lernt sie gerade schon fleißig Spanisch.

Gute Seele des Jahres. Über diese Wahl war der Obmann des SC Kemeten, anders als bei den U12-Siegern des Bezirks Oberwart, vereinsintern nicht eingeweiht. Erst die vorletzte BVZ-Ausgabe brachte dann die angenehme Überraschung für den Funktionärs-Tausendsassa. Für ihn eine tolle Sache, wobei er sich bei jedem Einzelnen für die Stimmen bedankte. „Das gibt mir Kraft für weitere Aufgaben im Verein“, so Ronald Goger dazu, dessen Tochter Seline als talentierte Kickerin ebenfalls im Verein mehr als nur aktiv ist.

Nachwuchsteam des Jahres

 Die Raabtal Juniors sind nicht nur im Nachwuchsfußball eine Macht, sondern auch bei der BVZ-Sportlerwahl. Die wohl treueste Fangemeinde des Bezirks, hat wieder einmal ordentlich abgestimmt. Dabei besteht die Spielgemeinschaft erst seit 2017. Der Zusammenschluss der Fußballvereine Neuhaus, Mühlgraben, Minihof Liebau, St. Martin/Raab und Jennersdorf setzte sich zum Ziel, Kinder und Jugendliche für den Fußball zu begeistern.

Koordinator Philipp Kohl: „Der Erfolg bei der BVZ-Sportlerwahl ist fantastisch. Landessieger mit über 30.000 Stimmen zu werden, ist nicht nur eine Bestätigung unseres gemeinsamen Wegs im Nachwuchsfußball, sondern zeigt auch, dass wir zusammen vieles erreichen können. Es ist ein Sieg für alle und jeder in der Juniors Familie kann sich als Sieger fühlen.“ Neben der BVZ-Wahl gibt es auch sportlich schon einige Ausrufezeichen: Die U16 war 2019 Vizemeister der Leistungsliga und viele Raabtal-Talente kicken schon heute in einer Ersten der diversen Vereine. Das ist auch der Weg der SpG.