Dank Pama-Clan wieder zur Nummer eins. Markus Kuster erhielt zum dritten Mal in Folge die meisten Stimmen – 147.660. Die Verantwortlichen stammen aus seiner Heimatgemeinde Pama.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 13. März 2021 (02:23)
Die Unterstützungs-Riege aus Pama stimmte auch in diesem Jahr wieder fleißig für Markus Kuster ab. Insgesamt beteiligte sich ein Kern von rund 40 Personen am mehrwöchigen Stimmzettel-Ausfüllen. Der Lohn waren am Ende 147.660 Stimmen, zum dritten Mal in Folge gab es den Gesamtsieg.
Hafner

Die sportliche Karriere darf sich Goalie Markus Kuster definitiv auf die eigenen Fahnen heften. Von Pama aus über Neusiedl, die Fußballakademie Burgenland und den SV Mattersburg hat der 27-Jährige im Sommer 2020 den nächsten Schritt gesetzt und beim Karlsruher SC in der 2. Deutschen Bundesliga unterschrieben. Beim aktuell Fünften (drei Punkte fehlen derzeit auf Platz drei, den Relegationsplatz) ist die langjährige Nummer eins des SVM in der ersten Saison als Legionär hinter Marius Gersbeck „Zweier“ – und bereut nichts. „Sportlich könnte es freilich besser laufen, persönlich passt trotzdem alles. Ich habe den richtigen Schritt gesetzt und fühle mich in Deutschland wirklich sehr wohl.“

Kusters „Karriere“ bei der BVZ-Sportlerwahl kann sich hingegen seine Mutter Monika und eine fleißige Schar an Schreiberlingen an die Fahnen heften. Allen voran Oma Anna Bartolich, die sich während der knapp sechs Wochen Abstimmungszeit traditionell die Finger für ihren Enkel wund schreibt. Und das, obwohl die 84-jährige Frau, wie Monika Kuster berichtet, erst nach einer (gut überstandenen) Covid-Erkrankung wieder völlig fit werden musste. Trotzdem wurden es sage und schreibe 26.000 Stimmzettel, die von ihr handschriftlich ausgefüllt wurden.

„Das freut mich natürlich wirklich sehr und spricht einfach für meine Wurzeln. Die soll man auch selbst nie vergessen.“
Markus Kuster, der im Sommer 2020 das Burgenland verließ, um in Karlsruhe eine neue sportliche und persönliche Herausforderung anzunehmen.

Aber nicht nur ihr gebührt großer Dank. „Rund 40 verschiedene Personen im Ort haben allesamt tolle Beiträge für dieses Gesamtergebnis geliefert,“ betont Markus Kusters Mutter, die als Organisatorin der Aktion wieder alles im Griff hatte. „Wie die Marktfrau bin ich den Leuten hinten nach“, erinnert sich die Lehrerin, die seit 39 Jahren an der Volksschule in Gattendorf unterrichtet.

Schließlich galt es, die leeren Stimmzettel in großer Zahl zu kopieren und den Leuten zur Verfügung zu stellen, die wiederum dann ihren Einsatz per Kuli unter Beweis stellten. „Das mache ich gerne, auch weil sich die Leute hier wieder toll beteiligt haben.“ Als kleines Dankeschön gab es von der Wahl-Chefin auch ein zusammengestelltes Dankeschön-Päckchen. Dabei durfte freilich auch eine KSC-Vollmilchschokolade nicht fehlen. „Eine kleine Aufmerksamkeit braucht es natürlich, schließlich ist es schön zu sehen, mit welchem Einsatz die Leute Markus unterstützen.“

Der langjährige Mattersburg- und nunmehrige Karlsruhe-Profi weiß das freilich zu schätzen, sagt: „Das freut mich wirklich sehr und spricht einfach für meine Wurzeln. Die soll man auch selbst nie vergessen.“

Dass der Pama-Clan den Goalie nicht vergessen hat, wurde durch die wieder so erfolgreiche BVZ-Sportlerwahl einmal mehr unter Beweis gestellt.

Bis auf weiteres muss sich Markus Kuster über solche Auszeichnungen aber aus der Ferne freuen, räumlich bleibt der Burgenländer von seinen Wurzeln getrennt. Aufgrund der Covid-Pandemie wird der Tormann wohl erst nach der 2. Bundesliga-Saison seiner Heimat wieder einen Besuch abstatten. Gerade in Zeiten wie diesen gilt schließlich: daheim bleiben. Und dieses neue Zuhause ist eben Karlsruhe im deutschen Bundesland Baden-Württemberg.

Alle bisherigen 355 Sieger aus 18 Jahren BVZ-Sportlerwahl findet ihr in einer großen Hall of Fame in der Printausgabe aufgelistet.