Luka Wraber: Viel Positives bei Olympia, auch ohne Sieg. Der ASKÖ Badminton Neudörfl-Crack verpasste in Tokio den anvisierten Matchgewinn.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. August 2021 (05:09)
Badminton Neudörfl - Luka Wraber: Viel Positives, auch ohne Sieg
Luka Wraber darf Tokio erhobenen Hauptes verlassen. Er verpasste einen Matchsieg, lieferte der favorisierten Konkurrenz aber beherzt Gegenwehr. Foto: ÖOC
ÖOC

Luka Wraber bestritt seine ersten Olympischen Spiele. Für den 30-Jährigen waren die Spiele nach der Gruppenphase bereits beendet – erwartungsgemäß. Österreichs Nummer eins verpasste sein selbst gestecktes Ziel, ein Match zu gewinnen, allerdings erwischte der Heeressportler eine wahre Horrorgruppe.

In seinem Auftaktmatch ging es gegen den dänischen Medaillenaspiranten Viktor Axelsen. Wraber hielt sich wacker, verlor aber mit 12:21 und 11:21. „Mit der gegen Viktor gezeigten Leistung bin ich zufrieden, in der zweiten Hälfte des jeweiligen Satzes hat er mich dann spüren lassen, warum er zur absoluten Weltklasse gehört und einer der heißesten Anwärter auf Gold in Tokio ist“, blickt Wraber zurück.

Gegen den Finnen Kalle Koljonen, der vor wenigen Wochen EM-Bronze gewann, fand der gebürtige Wiener Neustädter zu spät zu seinem Spiel. Nach einem Fehlstart verlor er den ersten Satz mit 13:21. Im zweiten Durchgang verkürzte Wraber nach großem Rückstand spektakulär auf 17:18. Nach drei Punkten des Finnen in Folge war das Tokio-Abenteuer aber beendet.

Den angepeilten Matchsieg verpasste Österreichs Nummer eins, dennoch nimmt er viel Positives von seinem bisherigen Karrierehighlight mit: „Die Resonanz, die ich nach meiner Partie auf ORF 1 aus Österreich erfahren habe, war phänomenal. Es freut mich sehr, dass ich die Chance hatte, Badminton daheim einem größeren Publikum als gewöhnlich zu präsentieren. Wer weiß, vielleicht starten dadurch bald die Champions der Zukunft im Kindertraining in einem unserer Vereine“.