UTC Jennersdorf: „Mussten reagieren“. Nachdem eine Tennisschule absprang, wird der Nachwuchs neu aufgestellt. Das Training wird intern fortgesetzt.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 01. Mai 2021 (01:56)
Freuen sich schon wieder auf das Training mit dem Nachwuchs: Matthias (3.v.l.) und Obmann Jürgen Gumhold (r.).
Marousek, Marousek

TENNIS In den letzten Jahren investierten Obmann Jürgen Gumhold und seine Funktionärskollegen viel Zeit und Mühen in die Nachwuchsarbeit. So wurde unter dem Namen „Young Pros“ ein gemeinsames Training mit der Tennisschule Platzer aufgestellt. Der Verein investierte zudem zwischen 4000 und 6000 Euro. Wegen der Corona-Krise wurde die Zusammenarbeit zuletzt beendet. Die Tennisschule gibt es nicht mehr, sie wurde aufgelöst. So galt es, die prinzipiell sehr gute Aktion intern aufzufangen.

Die Einheiten werden vereinsintern gestaltet

„Es ist schade, aber wir mussten reagieren und versuchten, so gut es geht, das Training vereinsintern aufzustellen“, berichtet Obmann-Stellvertreter Thomas Niederer. Klar ist sicher, dass es einen Unterschied gibt, wenn professionelle Trainer die Einheiten leiten. Dennoch versucht man sein Möglichstes. Im Verein selbst gibt es mit Matthias Gumhold und Hagen Zimmermann zwei Jugendbeauftragte, die sich um den Jennersdorfer Nachwuchs kümmern.

„Bei uns sind 98 Spieler im Verein gemeldet. Aktuell kämpfen wir um Normalität, die nicht gegeben ist. Wir wollen den Kindern aber Perspektiven geben. Die Jüngsten leiden darunter, daher entschlossen wir intern, dass das Training weitergehen soll und auch muss“, meint Niederer. Vor der Schließung der Tennisanlage gab es rund 26 Kinder, die das wöchentliche Training besuchten. Nun freut man sich bereits darauf, wenn die Tennisanlage mit 19. Mai wieder voll umfänglich geöffnet werden darf und auch das Nachwuchstraining wieder durchstarten wird. Obmann Jürgen Gumhold klärt auf: „Bis wir wieder eine geeignete Tennisschule finden, läuft das alles nun vereinsintern weiter. Natürlich sind wir auf der Suche nach weiteren Trainern. Es muss dann dabei auch nicht zwingend eine Tennisschule sein.“ Stolz ist Gumhold darauf, dass man auf knapp 70 Jugendliche bauen kann, die im Verein gemeldet sind. „Die Motivation ist sehr hoch, wir begannen vor fünf Jahren quasi bei null“, so das Vereins-Oberhaupt, das ab Juni auch auf die Mithilfe etwa von Pia Zimmermann und anderen Nachwuchsbetreuern hoffen kann.