Ungarn: Wenig Probleme bei der Grenzüberfahrt. Durchaus unsicher war die Lage, als Ungarn zuletzt die Grenzen wieder schloss. Die Ängste waren (vorerst) unbegründet.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 12. September 2020 (01:30)
Fußballerisch weiter am Start. Heiligenbrunns Linksverteidiger Christopher Szabo (r.), der aus Ungarn stammt, war beim 2:1-Auswärtssieg in St. Martin mit von der Partie. Dabei war das noch in der Vorwoche nicht wirklich klar.
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Mit Spannung und auch einigem Stirnrunzeln begann die vergangene Woche. Ungarn machte, da die Corona-Fälle wieder anstiegen, seine Grenzen zu. Unter gewissen Voraussetzungen war ein Ein- und Ausreisen möglich, ohne gleich in Quarantäne zu müssen, aber richtig klar war im Vorfeld nicht, wer problemlos über die Grenze kam und wer nicht. So herrschte bei vielen Klubs aus dem Südburgenland Rätselraten, ob die zumeist sehr wichtigen Personal-Eckpfeiler zu den Trainings und in weiterer Form auch zu den Spielen kommen können. Sie konnten – und das meist ohne größere Probleme.

Tenor einhellig: Es verlief „reibungslos“

„Das hat funktioniert und sie kamen gut rüber“, meinte etwa Olbendorfs Sportlicher Leiter Ronald Jallitsch, der sich mit Richard Rabold und Robert Fekete einen SMS-Kontakt ausmachte, wenn sie die Landesgrenze passieren würden. Die Nachricht kam schnell und dem Olbendorfer 1:1 in Grafenschachen stand nichts im Wege. Aber nicht nur beim SVO, auch die anderen Legionäre bei den Südvereinen kamen auf Einsätze. „Das ging ganz normal“, berichtete Heiligenkreuz Sportlicher Leiter Markus Jost und fand Zustimmung bei Rechnitz-Cheftrainer Rene Varga: „Was ich so mitbekommen habe, verlief das relativ problemlos.“ Selbiges galt auch für Schlaining, wo Gergö Putz und Mate Bela aus Ungarn und Mario Kreso aus Kroatien anreisen. „Mario macht immer wieder Coronatests“, so Trainer Florian Hotwagner und Großpetersdorf-Obmann Harald Schneller ergänzte: „Das war alles in Ordnung.“