„Turbulent“ als Hilfswort für UFC Markt Allhau. Die letzte Transferwoche hatte es bei der Elf von Bruno Friesenbichler in sich. So musste der eigentlich geplante Burgenlandliga-Kader noch einmal feinjustiert werden.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 24. Juli 2021 (03:32)

Der UFC Markt Allhau und die Sommer-Transferperiode 2021 werden wohl keine wirklichen Freunde mehr. Die Verantwortlichen rund um Obmann Sepp Garber mussten nämlich ganze Arbeit leisten, um einen schlagkräftigen Kader auf die Beine zu stellen. Das gelang erst in allerletzter Sekunde, aber der Reihe nach.

Schon im Winter musste man einige einheimische Abgänge hinnehmen: Fabian Strobl (Jabing), Michi Oberrisser, Matthias Wenzl, Nico Halwachs und Maxi Hofer (alle Grafenschachen) entschlossen sich, ihre Zelte beim UFC abzubrechen. Im Sommer kamen Mario Tackner (Pilgersdorf), Christian Plank (Wiesfleck), Paul Zupanko (Stegersbach) und Dominik Rusz (Buchschachen) hinzu, die dann doch eine extrem große Lücke im österreichischen UFC-Sektor hinterließen.

Österreicher zu holen, war sehr, sehr schwer“ Ewald Musser

Nur mit Inländern konnte das klarerweise nicht aufgefüllt werden, auch wenn man es bis zuletzt versuchte. „Österreicher zu holen, war sehr, sehr schwer“, sagte auch Pressesprecher Ewald Musser. Natürlich kann man als Burgenlandligist mit der Attraktivität der Liga punkten, aber billiges Unterfangen ist es dann zumeist keines.

Und dennoch schaffte man doch einen vernünftigen Spagat, denn Robin Friesenbichler (Raaba-Grambach), Moritz Eder (Hartberg Nachwuchs), Franz Weber (Neusiedl) oder Manuel Zahrl (Gablitz) zählen ab sofort zum Kader. Schwieriger war die Lage da schon bei den Legionären. Fix zeigte sich sehr früh Marin Glavas, der offensiv vielseitig einsetzbar ist.

Klar war man auch mit Blazenko Klaric und einem Innenverteidiger, wobei dort die äußeren Umstände dann eine Verpflichtung zunichte machten. „Das mit der Arbeit klappte nicht ganz“, so Musser. Großes Engagement war in der letzten Transferwoche gefragt und zwei junge Kroaten schienen fix, ehe dann das gleiche „Dilemma“ eintreten sollte. Wieder scheiterte es nicht am Fußballerischen, sondern am Drumherum.

Schnell wurde dann vergangenen Mittwoch noch eine Trainingseinheit eingeschoben, um potenzielle Kandidaten zu testen. Zu gefallen wussten dann Aleksandar Palamar, Nikola Petric und Milan Kostic, die quasi vom Fleck weg verpflichtet wurden und schon beim 2:2 gegen die Lafnitz Amateure dabei waren. Dort waren sie stark. Und wie sieht Musser die Lage generell? „Qualitativ sind wir sicher stärker als im Vorjahr.“