SV Oberwart: Neues Stadion im Kopf. Während man sich sportlich weiter im Wartestand befindet, kommt an anderer Stelle scheinbar ordentlich Bewegung rein. So könnte es eine neue Spielstätte geben.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 10. April 2021 (01:18)
Marousek

Mit großen Zielen war der SV Oberwart im vergangenen Sommer in die Meisterschaft gestartet. Es wurde an einigen personellen Stellschrauben gedreht und es war klar, dass man mit dieser Mannschaft in der Liga gerne ganz oben mitkicken würde. So einfach wie am Reißbrett gedacht, verlief es dann aber nicht. Erst kamen Verletzungen einiger Schlüsselspieler, dann immer wieder anderweitige Ausfälle hinzu, die vor allem defensiv kaum Konstanz in das Gebilde brachten und so auch die nackten Ergebnisse nicht immer mit den prinzipiellen Vereins-Vorstellungen übereinstimmten.

Kurz nach dem Einbruch der Corona-Unterbrechung trennte man sich dann von Ex-Trainer Christian Zach und installierte mit Florian Hotwagner seinen schon länger auserkorenen Wunsch-Kandidaten. Man wollte die weitere Zeit zur Vorbereitung auf die Spielzeit 2021/22 nutzen, was sich aufgrund der Umstände schwierig gestaltet. So wird der Kader sicher keine Generalkur erhalten, einige nicht funktionierende Dinge würde man gerne ändern – wenn es irgendwann gehen sollte.

„Wir wollten die Planung für die nächste Saison schon länger beginnen, auch weil wir vorne mitspielen wollen. Das ist unser Hauptziel“, berichtet Präsident und Obmann Gerhard Horn, der ergänzt: „Es bleibt ein Krampfthema, denn die fehlende Planungssicherheit für die Vereine ist ein Wahnsinn.“ Das SVO-Oberhaupt meint mit Nachdruck weiter: „Ich würde mir überdachte Konzepte wünschen, aber es kommt einfach nichts. Man hört vom BFV nichts und es wird auch nicht nachgefragt, wie es uns Vereinen eigentlich geht. Wir würden uns ja bei diversen Themen auch einbringen, werden aber nicht gefragt. Es kann nicht sein, dass wir warten und warten und warten und keiner weiß, warum wir das eigentlich noch tun. Irgendwann wird es Zeit Verantwortung zu übernehmen. Keiner weiß, wann Corona wirklich vorbei sein wird, aber dann muss man eben andere Wege finden.“ Klar ist, dass sich der Geschäftsmann gerne eine Aufstockung der Regionalliga und auch der Burgenlandliga auf 16 Vereine wünschen würde. „Um eine gescheite Meisterschaft zu garantieren. Diese gehören beide aufgefüllt. Natürlich wäre es sportlich besser, aber in dieser Situation müssen eben andere Wege her.“

Stadion? Aktuell wird sehr vieles ausgelotet

Andere Wege ist auch ein gutes Stichwort, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass der SVO über kurz oder lang in einem neuen Stadion kicken wird. „Das ist unter Umständen geplant“, so Horn, der anfügt: „Die Gemeinde trat an mich heran, um gewisse Dinge auszuloten. Aber klar ist auch, dass das alles nichts Fixes ist. Ich arbeite das derzeit aber aus und rechne auch, welche Möglichkeiten es gibt.“ Dem pflichtete Bürgermeister Georg Rosner bei: „Was Gerhard sagt, stimmt. Über kurz oder lang muss auch etwas passieren, auch weil wir mit der Verlegung der Tennis- und Stockschützenplätze mit den Vereinen übereinkamen. Mehr gibt es noch nicht zu sagen.“

Konkret, sofern es denn Zustande kommt, soll das bei den Tennisplätzen nahe des Spitals in Oberwart passieren – mit einer neuen Spielstätte, einem etwaigen Trainings- und Kunstrasenplatz. Das Informstadion soll dann für schulische Zwecke genutzt werden. Noch wird aber gerechnet, wie Horn bekräftigt: „Fix ist das alles noch nicht.“