Patrick Muhr: Helfer in der Corona-Not. Der Hannersdorfer Allrounder Patrick Muhr arbeitet beim Roten Kreuz und hat nicht nur zu Pandemie-Zeiten viel zu tun. Dabei ist „Kameradschaft“ an zweierlei Orten wichtig.

Von Kevin Hasler. Erstellt am 01. März 2021 (01:27)

Die Corona-Pandemie hat den regionalen Fußball weiter fest im Griff. Seit nun schon über vier Monaten herrscht Stillstand bei den Amateursportlern. Einer, dem es trotz Ruhe im heimischen Unterhaus nicht langweilig wird, ist Hannersdorf-Akteur Patrick Muhr. Der 21-Jährige spielt seit 2017 beim 2. Klasse Süd B-Klub und arbeitet hauptberuflich als Rettungssanitäter beim Roten Kreuz.

Seit Ausbruch des Virus hat sich auch sein Dienst-Alltag verändert. Den Großteil seiner Arbeitszeit leistet er aktuell im Corona-Testzentrum ab. „Die aktuelle Situation ist für uns zwar sehr herausfordernd. Der Gedanke, der Menschheit dabei zu helfen, die Pandemie schnellstmöglich zu überstehen, treibt mich aber Tag für Tag an“, erzählt Muhr, der 2018 den Zivildienst absolvierte und im Anschluss dem Rettungsdienst treu blieb. „Die Gemeinschaft hat mich begeistert. Der Job macht mir einfach Spaß. Ich habe eine Riesenfreude, wenn ich etwas Gutes für meine Mitmenschen leisten kann.“

Sportlich läuft es seit Jahren ganz gut für Muhr und seine Hannersdorfer, der ganz große Wurf mit dem Wiederaufstieg blieb bis dato aber aus. Nach Platz zwei in der abgebrochenen Saison 2019/20 liegt man in der nun unterbrochenen Spielzeit abermals auf Rang zwei. „Wir spielen schon lange zusammen und funktionieren als Team einfach gut. Über allem steht aber die Kameradschaft“, nennt der Allrounder die Erfolgsgründe. Als großes Ziel tituliert er den Aufstieg in die 1. Klasse Süd. Bei nur zwei Punkten Rückstand auf Leader Zuberbach hat man noch vieles selbst in der Hand. „Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen können.“

Derzeit heißt es aber noch „bitte warten“ was den aktiven Fußball betrifft. „Das gemeinsame Training und das Zusammensein in der Gemeinschaft fehlen mir enorm.“ Abseits des Rasens hält er sich mit Lauftraining und Home-Workouts fit, die die „perfekte Ergänzung zum Arbeitsalltag sind. Ich nehme die aktuelle Situation ganz locker und so an, wie sie ist. Es kribbelt aber schon“, so der Kämpfer mit der sozialen Ader.