Dieter Höfler - eine Hocharter Legende. Dieter Höfler und der SV Hochart: Das passt! Der 40-Jährige ist seit 1995 Spieler und seit 2008 Obmann.

Von Maximilian Wiesler. Erstellt am 17. April 2021 (01:52)
Ein Leben lang SV Hochart. Dieter Höfler spielt seit 1995 beim 1989 gegründeten Verein und steht ihm seit 2008 als Obmann vor.
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„Ich hatte mit 20 Jahren die Möglichkeit, wo anders hinzugehen, mich aber entschlossen zu bleiben.“ Weil? „Mir liegt was am Verein.“ Kann man so sagen! Blickt man auf die Vita von Dieter Höfler, wird das noch deutlicher. Der heute 40-jährige Defensivmann spielt seit 1995 beim SV Hochart, der 1989 gegründet wurde, seit 2008 ist er zudem Obmann. Zweimal sprang er auch schon als Trainer ein.

Wie lebt´s sich in der Doppelrolle? „Klar, man hat viel um die Ohren.“ Zum Glück gibt´s da die perfekte Unterstützung: „Ich kann auf ein Top-Team bauen.“ In dem vor allem die Familie eine starke Rolle einnimmt. Der Papa ist Gründungsmitglied, die Mama Kantinenchefin, der Onkel Platzsprecher, die Freundin Dressenwäscherin, die Cousine Schriftführerin. Und? Bruder Peter Sektionsleiter.

„Ohne sie wäre das alles nicht möglich.“ Nachsatz: „Wir wollen uns nicht in den Vordergrund drängen, nur alles für den Verein geben.“ Dieter ist seit 1995 durchgehend in der „Ersten“ gesetzt. Im Vergleich zum Bruder, der bis vor fünf Jahren auch dort spielte, sich seitdem als Reserve-Goalgetter einen Namen macht, blieb er von schweren Verletzungen verschont. „Ich glaube, ich habe insgesamt nur zehn Spiele verpasst.“

Einer der schönsten Momente in 26 Jahren SVH? „Als ich daheim im Derby gegen Wiesfleck vor 500 Zuschauern zwei Minuten vor Schluss den Ausgleich geköpfelt habe. Dafür spielt man Fußball.“ Solange es der Körper zulässt, will er das auch weiter tun.

Erst gilt´s aber Corona zu besiegen. „Ich hoffe, dass wir bald einen Spielbetrieb wie vor der Pandemie haben. Wenn ich von daheim auf den Sportplatz schaue, kommen die Erinnerungen hoch.“

Der Verein selbst steht aktuell gut da. Vor rund fünf Jahren erfolgte der Kabinenzubau, seit zwei kooperiert man intensiv mit dem SC Pinkafeld, von wo man regelmäßig Spieler ausleiht. Zudem profitiert man von der günstigen Lage am Dreiländereck, pflegt gute Kontakte nach Schäffern, Pinggau und Hochneukirchen. „Darauf sind wir als kleiner Verein (Anm.: Hochart zählt keine 400 Einwohner) auch angewiesen“, ist sich Höfler, der in naher Zukunft die Trainerlizenz angehen möchte, bewusst. Kinder gibt´s im eigenen Dorf schlicht nicht viel, zwei der wenigen aber im eigenen Haus. Die Höfler-Juniors – ein Mädchen, ein Bursch – jagen bereits eifrig den Ball.