Drei Siege brachten das Liga-Endspiel. Vier Monate coronabedingte Spielpause konnte Oberpullendorf nicht stoppen. Nun geht es um den Aufstieg.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 27. Februar 2021 (02:23)
Erfolgreich. Trainer Balasz Molnar, Lena Palatin, Sophie Schuster und Kristina Österreicher (v.l.) starteten nach der langen Zwangspause bei der Sammelrunde in Tulln so, wie man bis zur Unterbrechung der Meisterschaft Ende Oktober agierte, nämlich mit Siegen. Daher hat man in zwei Wochen die Chance, die Tabellenspitze zu übernehmen.
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Ganze vier Monate lang war die Meisterschaft aufgrund der Covid-19-Pandemie unterbrochen. Denn im Gegensatz zu den Herren wird die Meisterschaft in der zweithöchsten Spielklasse der Damen in Sammelrunden ausgetragen. Nun gab es seitens der Bundesregierung endlich grünes Licht für die Fortsetzung der Meisterschaft. Und damit für Oberpullendorf die Möglichkeit, weiter um den Titel zu kämpfen.

Die Aufgabe vor den drei Antreten in Tulln war herausfordernd. Denn schließlich fuhren Kristina Österreicher und Co. mit der Gewissheit nach Niederösterreich, drei Siege zu benötigen, um den ebenfalls noch ungeschlagenen Dietacherinnen auf den Fersen zu bleiben. Diese sollten dann aber souverän gelingen. Gegen Amstetten und Olympic Wien zog man von Beginn weg uneinholbar davon und feierte zwei ungefährdete 5:1-Erfolge.

Gegen die SG Oberes Triestingtal/Guntramsdorf setzte es zwar zum Auftakt für Kristina Österreicher die überhaupt erste Saisonniederlage, doch der 0:1-Rückstand wurde postwendend in ein 4:1 und damit in den dritten Erfolg umgewandelt. Damit kommt es nun in drei Wochen in der letzten Sammelrunde des ersten Durchgangs zum Spitzenspiel gegen Dietach. Als zweite Hürde wartet mit Tulln der Tabellenvierte. „Zwei gefährliche Partien“, meint Lena Palatin. „Aber wir sind durchaus in der Lage beide zu gewinnen.“ Ein Umstand, der eine Einschätzung der Spiele so schwer macht, ist, dass beide Gegnerteams zuletzt Veränderungen im Kader vornahmen. „Bei Dietach wechselte eine Legionärin nach Portugal, was unsere Chancen sicher erhöht. Bei Tulln kam eine Legionärin dazu“, erklärt Palatin.

„Wir schauen einmal, dass wir die weiteren Spiele gewinnen. Wenn es dann sein sollte, denken wir über den Aufstieg nach.“ Lena Palatin, Spielerin TTC Oberpullendorf

Mit einem möglichen Meistertitel und Aufstieg in Österreichs höchste Spielklasse will man sich derzeit ohnehin noch nicht befassen. „Wir denken darüber nach, wenn es so weit ist“, blockt Lena Palatin ab. Zumal noch gar nicht geklärt ist, wie die Meisterschaft fortgeführt wird. „Wir wissen noch nicht, ob es einen zweiten Durchgang gibt.“