Meisterschaftsabbruch: Kommunikation als Kritikpunkt. Neckenmarkts Christian Janitsch hätte sich vom Verband mehr Struktur erhofft.

Von Daniel Hahofer. Erstellt am 29. April 2021 (01:23)
Neckenmarkts Trainer Christian Janitsch kann den Saison-Abbruch nachvollziehen, hätte sich vom Verband aber mehr Ideen erhofft.
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Am Montag beschloss der BFV, die begonnene Saison 2020/21 im Amateurbereich abzubrechen — ohne Auf- oder Absteiger. Einerseits gut für die Klubs, um endlich ordentlich für die kommende Saison planen zu können, andererseits ärgert man sich mancherorts über den einen oder anderen Beigeschmack, den dieser Abbruch zur Folge hatte.

In Neckenmarkt sind momentan Gespräche mit den Spielern sowie mit Trainer Christian Janitsch geplant, um sich für die nähere Zukunft festlegen zu können.

„Man hätte Urteil viel früher fällen können“

Janitsch selbst ist von der Entscheidung des BFV, die Saison abzubrechen, kaum überrascht. Allerdings ist er der Meinung, dass das Urteil bereits vor Wochen hätte fallen können. „Man hatte beim Verband scheinbar Angst vor bestimmten Personen“, vermutet der Trainer, der die fehlende Kommunikation auch weiterhin als Problempunkt im BFV sieht: „Man sollte untereinander kommunizieren und eine Struktur finden. Sich auf Paragrafen und Beschlüsse auszureden, ist für mich nicht akzeptabel. Würde man häufiger ins Gespräch treten, ließen sich wohl vernünftige Lösungen finden, ohne streiten zu müssen. Man hatte eineinhalb Jahre Zeit, sich an die Situation anzupassen, doch es hat sich nichts getan. Mir fehlen Struktur, Vernunft, Fairness und Sportlichkeit.“

Des Weiteren bemängelt Janitsch das Fehlen eines Aufsteigers: „Verständlicherweise ist es bitter, wenn ein Verein bereits zweimal aufsteigen wollte, die Meisterschaft dann jedoch abgebrochen wird. Ebenso macht es wenig Sinn, folglich nur 13 Mannschaften in der Regionalliga antreten zu lassen.“