Bezirk Oberpullendorf: Vereine für die Öffnung. Zahlreiche Nachwuchsabteilungen im gesamten Land unterstützten am vergangenen Freitag die Initiative von Hannes Hörndler, indem „still“ protestiert wurde.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 07. März 2021 (17:45)
Piringsdorf. Die Spieler und Spielerinnen der SpG Rabnitztal machten am vergangenen Freitag klar, was sie sich von der Regierung erwarten. Nach dem Fotoshooting entstand diese Collage, die fleißig publiziert wurde.
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Über 1.000 Nachwuchsabteilungen in ganz Österreich, darunter ein Großteil der rot-goldenen Talenteschmieden beteiligten sich am „stillen Protest“, den Hannes Hörndler für den vergangenen Freitag, also an jenen Tag, an dem sich Sport Austria-Präsident Hans Niessl und Vertreter der Dachverbände mit Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober zu Verhandlungen über die Öffnung des Sports an einen Tisch setzten, ins Leben rief. „Wir wollten mit dieser österreichweiten Aktion mit Nachdruck darauf hinweisen, wie dringend eine sofortige Öffnung der Sportplätze für Vereinstrainings mit Kindern und Jugendlichen wäre“, weist Hannes Hörndler darauf hin, dass es eigentlich schon fünf nach zwölf ist, was das Vereinsleben als auch die Gesundheit der Kinder betrifft.

Dem stimmte auch Robert Strobl, Nachwuchsleiter von Burgenlandligist Deutschkreutz, vollinhaltlich zu. Mit aufgelegten Dressen auf dem leeren Fußballfeld sollte auf die drückende Leere ohne Kinderlachen auf dem Sportplatz in der Rotweingemeinde hingewiesen werden. „Es gleicht geradezu einem gesellschaftlichen Verbrechen, Kinder weiterhin den Sport zu untersagen“, plädiert Strobl für eine geordnete Öffnung unter Einhaltungen sämtlicher Covid-19-Bestimmungen.

Auch beim ASK Raiding hat man genug vom sportlichen Nichtstun. Nachdem Obmann Christian Zimmer bereits vor drei Wochen via Facebook sein Unverständnis für die fehlenden Öffnungsschritte im Sport äußerte, war es für die Nachwuchsabteilung selbstverständlich, sich an der Initiative zu beteiligen. „Für unsere Kids, für die Gesundheit und für ein kommunales ‘Gemeinsam statt einsam‘“, bringt es Nachwuchschef Franz Erhardt auf den Punkt.

Bei den SC Oberpullendorf Juniors befindet man sich aktuell noch immer im Online-Training. Davon haben mittlerweile aber schon Trainer wie Spieler genug. „Das Wetter ist schön. Der Platz bespielbar. Es wird Zeit, dass Trainings wieder erlaubt sind. Die Kinder und Jugendlichen werden ohnehin in den Schulen getestet“, so Obmann Martin Hofer.

Entgegen der vergangenen Monate fand der Sport diesmal beim Bundesministerium Gehör. Ab 15. März darf der Ball in den Nachwuchsabteilungen wieder rollen. Die Rahmenbedingungen dafür werden aktuell verschriftlicht.