Rasztovits verpasste PDC-Tour-Ticket. Michael Rasztovits scheiterte erneut am großen Ziel eines Ticket für die PDC-Tour. Zum Trost ist er bei den UK Open.

Von Michael Heger. Erstellt am 26. Februar 2021 (02:34)
Knapp vorbei. Michael Rasztovits konnte kein fixes Ticket für die PDC-Tour ergattern, qualifizierte sich aber immerhin für die UK Open, die Anfang März in Milton Keynes über die Bühne gehen.
zVg

Insgesamt 13 Tage lang dauerte der Trip von Michael Rasztovits zur European Qualifying-School ins deutsche Niedernhausen. Das Ziel war ganz klar: Es galt ein Ticket für die große Bühne des Darts, die PDC (Professional Darts Corporation)-Tour, zu ergattern. Im ersten Anlauf sollte es nicht gelingen, aber eine kleine Hoffnung ist noch am Leben. Ausgerechnet die Bedingungen in der Blase, die dem Oberpullendorfer im H+Hotel so zusetzten, könnten im Nachhinein noch für einen Platz im elitären Feld verhelfen. Aber der Reihe nach.

Seinen Platz in der Final Stage sicherte sich Rasto bereits am zweiten Tag der Vorrunde mit einem Tagessieg, bei dem unter anderem ein 6:4-Finalerfolg gegen Ex-Weltmeister Raymond van Barnefeld gelang. Nach vier Tagen, an denen Rasto lediglich zwischen seinem Hotelzimmer und dem Speisesaal pendeln durfte („Diese Tage waren sehr schwierig“), wurde die Finalrunde in Angriff genommen.

Der Ausreißer nach oben gelang nicht

An den ersten beiden Tagen der Final Stage wollte es nicht so richtig laufen. Nur ein Punkt für die Order of Merit brachte den Oberpullendorfer vor den letzten beiden Tagen unter Zugzwang. Am dritten Tag bot sich dann aber doch eine große Chance. Rasto warf sich mit drei Siegen ins Achtelfinale und führte dort gegen den Deutschen Martin Schindler bereits mit 5:1, ehe es doch noch eine 5:6-Niederlage setzte. „Das war wahrscheinlich das entscheidende Spiel, das mich das Tour-Ticket gekostet hat“, meint Michael Rasztovits in der Rückschau.

Zwar ging es in der Rangliste mit den am Dienstag erspielten zwei Punkten auf Rang 22 nach vorne, aber es stand auch nur noch ein Spieltag zur Verfügung, um sich in die Top-Acht zu werfen. Auch Tag vier brachte eine knappe Achtelfinal-Niederlage gegen Boris Koltsov (4:6) und damit zwar eine weitere Verbesserung im Ranking, aber eben kein Tour-Ticket, weil dem Oberpullendorfer als 14. in Summer zwei Zähler zum Glück fehlten. „Insgesamt war meine Leistung aber über die gesamten Tage nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe“, gibt sich Rasto selbstkritisch. Nachsatz: „Leider ist das gerade bei der Q-School, dem wichtigsten Event des Jahres, immer so.“

Mit dem erreichten 14. Ranglistenplatz wahrte er allerdings die Chance, doch noch in die PDC-Tour nachzurücken. „Ich stehe auf der Warteliste auf Platz sieben, vier Spieler haben bereits abgesagt. Treten drei weitere nicht an, bin auch ich dabei.“ Außerdem erspielte Rasto auch einen Startplatz für die UK Open, die von 5. bis 7. März in der Marshall Arena von Milton Keynes stattfinden, und an denen die gesamte Dart-Elite an den Start gehen wird. Darauf liegt in der kommenden Woche ganz klar der Fokus im Training. „Ich muss meinen Score verbessern“, weiß er, der dafür täglich nach der Arbeit vor der Scheibe steht und tausende Trainingswürfe absolviert. Die Starts bei den C.O.V.I.D. Online-Turnieren mussten daher abgesagt werden, obwohl der Oberpullendorfer schon so gut wie fix im Finalturnier stand.