Trotz Neuzugang krasser Außenseiter. Tobias Pürrer soll mithelfen, den ASKÖ TC Stoob in Burgenlands höchster Liga zu halten. Die Konkurrenz ist aber stark.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 27. März 2021 (02:11)
Hoffnungsträger. Stoob setzt im Kampf um den Klassenerhalt auf den Kaisersdorfer Tobias Pürrer.
BVZ

Die erste Saison in der Landesliga A wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie, in dessen Folge der Abstieg im Vorjahr ausgesetzt wurde, zum Lernjahr.

„Wir konnten uns ans Niveau anpassen“, sagt Stoobs Mannschaftsführer Christian Danzinger. An ein Niveau, das von den Kontrahenten in der kommenden Saison noch einmal gesteigert wurde.

„Es ist Wahnsinn, welche Leute auf den Spielerlisten unserer Gegner stehen.“ Das größte Kaliber ist wohl der Deutsche Florian Mayer, die ehemalige Nummer 18 der Tenniswelt, der für den UTC Neudörfl antritt. Zumindest dieses Los blieb den Stoobern erspart, denn heuer geht es in zwei Vorrundengruppen um die Semifinalplätze. Die anderen fünf Teams müssen ins untere Play-Off, spielen also gegen den Abstieg. Und genau dieser soll in Stoob verhindert werden.

„Realistisch gesehen spielen wir aber ab der ersten Runde gegen den Abstieg“, gibt sich Danzinger keinen Illusionen hin. Daran wird wohl auch die Verpflichtung von Tobias Pürrer nichts ändern. Der Kaisersdorfer verfügt über viel Erfahrung von internationalen Jugendturnieren und kennt die Liga aus seiner Zeit beim TC Sport-Hotel-Kurz. „Seine Verpflichtung erhöht auf jeden Fall unsere Chancen, in der Liga zu bleiben“, freut sich der Kapitän. Auch die Auslosung meinte es (den Umständen entsprechend) gut. Mit Stegersbach und Sankt Margarethen bekam man zwei Kontrahenten zugelost, die nicht wie Eisenstadt, Oberwart, Bad Sauerbrunn oder Neudörfl außer Reichweite liegen. Im besten Falle gelingen zwei Erfolge, man stünde im Halbfinale und hätte sich aller Abstiegssorgen entledigt. „Ein gewagter Ansatz, aber nicht unmöglich“, meint Danzinger, der auch auf den Effekt der renovierten Anlage setzt.

„Wir haben unser Flutlicht aufgepeppt. Das wird richtig geil.“ Der erste Schritt zum Klassenerhalt ist vorerst aber, so schnell wie möglich die Plätze zu eröffnen. „Wir konnten seit einem halben Jahr nicht mehr trainieren. Die Zeit bis zur Meisterschaft wird ohnehin schon knapp.“