Neutal bekommt topmodernen Sportplatz. Der ASKÖ Neutal bekommt eine neue Sportanlage. Spatenstich ist morgen, Freitag, Baustart am 1. März. Mitte August soll alles fertig sein. Kostenpunkt: 900.000 Euro. Von Max Wiesler

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 02. März 2021 (01:11)
Neue Sitzplätze, überdachte Tribüne, frische Wände et cetera. Der Neubau der Sportanlage in Totalansicht.
zVg/Gemeinde

1978! Das ist das Jahr, in dem Sportplatzkabinen und -tribünen des ASKÖ Neutal erbaut wurden. Hunderte Matches haben sie seither erlebt, wahrscheinlich x-mal so viele Spieler und Zuschauer gesehen. Jetzt ist ihre Zeit vorbei! Getreu dem Motto „Aus alt mach neu“, soll in den kommenden Monaten eine topmoderne Anlage hingestellt werden, die baufällige ersetzen.

Das ist seit vergangenem September fix, wurde damals einstimmig im Gemeinderat rund um Bürgermeister Erich Trummer beschlossen. Spatenstich ist morgen, Freitag, Baubeginn am Montag, 1. März. Die Kosten betragen 900.000 Euro. Den Großteil davon stemmt die Gemeinde. Ganz zur Freude des Sportvereins. Gerald Trummer, Sportlicher Leiter: „Wir sind in der glücklichen Lage, tolle Unterstützung zu bekommen.“

Der Rest wird durch Fördergelder und Eigenleistungen gedeckt, so Obmann Michael Dominkowitsch. Einen Teil hat man schon beigetragen. Anfang Feber starteten Funktionäre, Spieler und Fans, freilich unter Einhaltung der Corona-Regeln, die Abrissarbeiten. Die anstehende Großarbeit übernehmen, unter Leitung von Architekt Christian Dominkovits und Bautechnikkonsulent Richard Woschitz, externe Firmen, die Auftragsvergabe erfolgte bereits. Wo es geht, will man selbst anpacken. Gerald Trummer: „Jeder ist mit Leib und Seele dabei.“

Worauf dürfen sich die Neutaler genau freuen?

Kern des Neubaus ist seine Energieeffizienz. Statt der veralteten Gasheizung soll es künftig Sonnenstrom aus einer Photovoltaik-Anlage geben. Damit sich die Spieler pudelwohl fühlen, werden die Kabinen grundverändert. Momentan gibt es vier kleine – die werden zu zwei großen umfunktioniert. Beide stehen dem Heimteam zur Verfügung, eine der Kampf-, eine der Reservemannschaft. Für die Gäste werden zwei neue Kabinen errichtet.

Eigenleistungen. Die gibt es in Neutal – etwa von Michael Reissner, Michael Trummer, Michael Schmidt, Hans-Peter Maidl, Dominik Maidl, Michael Schilling, Siegfried Schuster, Hannes Zeschka, Marco Ponweiser und Michael Dominkowitsch. ASKÖ Neutal/Gerald Trummer
zVg/Gemeinde

Alle sind 22 Quadratmeter groß. Hinzu kommt ein Vereinsraum, den man beispielsweise für Sitzungen nutzen möchte, plus neue Sanitäranlagen und eine zweite Ausschank am Tribünengelände (statt jene beim Eingang). Das alles teilt sich aufs aktuelle Gebäude, von dem nur die Außenwände bleiben, und einen Zubau, der bis zum Eingang reichen soll, auf. Die Tribüne selbst fährt in Zukunft nicht drei-, sondern zweigleisig. Weil sie sich aber, anders als zuvor, über die ganze Länge erstreckt, erhöht sich die Sitzplatzanzahl von 100 auf 154. Zubau und Überdachung sind in Holzbauweise geplant. Die ganze Anlage ist barrierefrei.

Bei Restart braucht es Heimspielquartier

Damit alles rechtzeitig fertig wird – Mitte August soll, pünktlich zum 75-jährigen Vereinsjubiläum, die Anlage eingeweiht werden – ist im Frühjahr Baggerzeit angesagt. Für Kampf- und Reservemannschaft heißt das, sofern die Meisterschaft, die seit Oktober corona-bedingt unterbrochen ist, fortgesetzt wird: „Passen“. Spiele in Neutal werden nicht möglich sein. Deswegen befindet man sich für den Fall der Fälle – vier Hinrundenheimspiele stehen noch an – auf der Suche nach einer Ausweichstation, die bestenfalls in der Nachbarschaft liegt. Dominkowitsch und Trummer unisono: „Wir sind in guten Gesprächen mit Vereinen. Konkret gibt es aber noch nichts.“ Der Nachwuchs kann weiterhin in Neutal spielen, versichern beide, auch das Training für die „Großen“ wird möglich sein.

Trotz der Umzugsstrapazen, die anstehen würden, hofft Trummer, dass bald gekickt wird. „Die Jungs brauchen das.“ Mit Sicherheitskonzepten und, alternativ, Tests sei man gut aufgestellt. Spiele ohne Zuschauer kommen für ihn nicht in Frage, würden Vereinen schaden.