Christoph Werdenich: „Ausgezeichnete Kollegen“. UFC Pama-Stürmer Christoph „Totti“ Werdenich ist mit nicht einmal 30 Jahren ein echter Dauerbrenner. Neben zahlreichen Toren überzeugt er auch mit seiner Vereinstreue.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 18. April 2021 (02:12)
Christoph „Totti“ Werdenich durfte für den UFC Pama schon zahlreiche Male jubeln.   
Plattensteiner

Satte 123 Tore (bei 329 Pflicht- und Testspielen) hat Christoph „Totti“ Werdenich für die Kampfmannschaft des UFC Pama bereits erzielt. Somit benötigt er für einen Treffer gerade einmal zweieinhalb Partien. Damit wandelt er eindeutig auf den Spuren von Spitznamen-Geber Francesco Totti. Die AS Roma-Legende erzielte in 619 Spielen 250 Volltreffer. Ob der Angreifer der Blau-Weißen den Italiener auch betreffend Vereinstreue einholen kann? Sicher! Der Original-Totti kam auf 24 aktive Jahre, bei Werdenich sind es in der Zwischenzeit schon 15. „Ich möchte solange spielen, wie ich eben fit und gesund bin“, erklärt der 1,95 Meter große Stürmer. Das können vielleicht noch einige Saisonen werden. Begonnen in der Ersten hat er mit zarten 15 Lenzen, da gab es auch schon das Premierentor in Zillingtal. Nur ein Jahr später war „Totti“ schon fixer Bestandteil der Kampfmannschaft. In den Jahren feierte er mit seinen Kollegen zwei Aufstiege, von der 2. Klasse bis in die 2. Liga Nord.

Werdenich: „Hier hat immer alles gepasst“

„Früher sind wir von den routinierten Spielern mitgezogen worden. Heute geben wir den Jungen Halt und Sicherheit“, erläutert Werdenich. „Das Ziel unseres Vereins muss sein, die ein, zwei Spieler eines Jahrganges auf- und einzubauen.“ Ob es nicht Angebote anderer Klubs, eventuell von weiter „oben“, gab? „Gerüchte schon“, so das Sturm-Ass. „Aber hier hat immer alles gepasst. Freundschaft und lauter ausgezeichnete Kollegen. Wieso sollte ich von dort weggehen, wo ich mich wohl fühle?“ Mit den Jahren wurden aber auch die Gelenke ordentlich beansprucht. Eine MR-Untersuchung im Sommer bewies die Abnutzung. „Durch spezielles Oberkörper-Training entlaste ich Kreuz und Knie“, erklärt Werdenich. Dass er zu seinem UFC Pama durch und durch steht, merkt man dann am Platz, wenn er lautstark wird. Gerechtigkeitsfanatiker oder Torschütze: Der Grat dazwischen kann schon sehr schmal sein – Werdenich kassierte doch schon einige Rote Karten.

Vor sechs Jahren hat er mit Lebensgefährtin Elisabeth Denk eine Firma gegründet, die sich auf Handprodukte im Gesundheitswesen spezialisiert. Heute hat man schon 25 Mitarbeiter.

Übrigens: Der Name Werdenich ist streng mit dem UFC verbunden. „Tottis“ Bruder Andreas spielt auch für den Klub. Und dann gibt’s noch Hansi, Roman und Manuel (auch Brüder), Thomas und Simon (ebenfalls Brüder) sowie das Bruder-Trio Thomas (Sektionsleiter), Manuel (Kassier) und Pepi. Obfrau Andrea Werdenich ist mit Vizebürgermeister Hans Jürgen verheiratet. Die sind aber alle nicht direkt miteinander verwandt. Egal: Sie alle sind für ihren Verein voll im Einsatz, das zählt.