Theo Koch: „Höre so nicht auf“. Mönchhofs Routinier Theo Koch trotzt der Covid-Pandemie und wird noch ein paar aktive Jahre dranhängen.

Von Martin Plattensteiner. Erstellt am 12. April 2021 (02:23)
So tritt man nicht ab. Theo Koch will sich noch ein paar Saisonen die Packler anziehen.
Plattini, Plattini

Als Theo Koch vor knapp drei Jahren zu seinem Stammverein zurückkehrte, wollte er seine abwechslungsreiche Karriere (unter anderem bei Admira, Mattersburg, Horn, Ritzing, Illmitz, St. Georgen, Oberpullendorf, Schwechat, Ostbahn XI, Klingenbach, Purbach, Wimpassing oder Deutschkreutz) gemütlich ausklingen lassen. „Gemütlich ist es zurzeit schon“, grinst der 37-Jährige. „Aber unter gemütlich habe ich mir etwas anderes vorgestellt.“

„Die Liebe zum Sport muss groß sein“

In seinem Fußballalter wäre es naheliegend – auch aufgrund der lähmenden Corona-Situation – die Karriere zu beenden. „So höre ich sicher nicht auf“, meint er kämpferisch. „Ich bin fit und motiviert genug, um noch ein oder zwei Saisonen dranzuhängen.“ Er weiß jedoch, dass so mancher Fußballer aufgrund der Pandemie die Packler an den Nagel hängt.

„Die Liebe zum Sport muss groß sein“, weiß Koch, der sich auch als Vorbild für die jungen Spieler sieht. Als verlängerter Arm von Cheftrainer Walter Karner verwaltet er nicht nur das Ausdauerprogramm, sondern bietet einmal pro Woche ein Zoom-Meeting mit den Themen Kraft und Stabilisation – quasi als „Minihofer Vorturner“ – an. „Alle machen begeistert mit“, so der Routinier weiter. „Momentan machen wir aber eine Pause und warten ab, ob wir nicht etwa im Mai trainieren dürfen.“

In der Familie Koch läuft die Welt momentan verkehrt. Theo ist zur Pause gezwungen, Gattin Patricia (und auch Nichte Lia) hingegen gehen für die Neusiedler Damen in der 2. Bundesliga auf Punktejagd. „Jetzt bin ich daheim und passe auf die Kinder auf und meine Frau ist am Sportplatz“, sieht Koch die gelebte Gleichberechtigung in der Familie schmunzelnd.

„Hat schon ordentlich Spaß gemacht“

Vor dem neuerlichen Lockdown hatte Coach Walter Karner gemeinsam mit Hans Waba kontaktlose Übungseinheiten für die Kicker angeboten, die in die Altersklasse U18 fallen. Sohnemann Philipp sowie Lukas Zwinger und Zweier-Tormann Stefan Könnyü vom Kampfmannschaftskader waren dabei, weitere sieben Kicker aus der Reserve. „Wir hatten glücklicherweise einen Goalie“, so Karner.

„Das hat schon ordentlich Spaß gemacht.“ Damit ist es aber auch vorbei. Karner selber kann sich vorstellen, dass die Liga fortgesetzt und auf zwei Jahre ausgedehnt wird. Denn – „immer nur abzubrechen, das kann es auch nicht sein“.