Mattersburg erleidet eine historische Niederlagenserie. Gegen Tirol erlitten die Rocks die dritte Pleite in Folge. Das gab‘s in der Geschichte der bundesweiten 2. Liga noch nie.

Von Malcolm Zottl. Erstellt am 11. Februar 2021 (02:23)
Claudio Vancura und die Raiffeisen Mattersburg Rocks versuchen sich derzeit aus dem Negativtrend zu dribbeln. Trotz drei Niederlagen in Serie haben die Mattersburger den Grunddurchgangssieg weiterhin in der eigenen Hand.
M. Ivansich

„Normalerweise verlieren wir im ganzen Grunddurchgang nur drei-, viermal“, weiß Raiffeisen Rocks-Obmann Corey Hallett, dass drei Niederlagen in Serie etwas nicht Alltägliches im Mattersburger Basketball sind. Ganz im Gegenteil: Das zeigt ein Blick in die Geschichtsbücher. Seit der Wiedereinführung der bundesweiten 2. Liga 2011/12 verloren die Rocks noch nie drei Matches hintereinander. Das fällt dann wohl unter die Kategorie Rekorde, die einem erst auffallen, wenn sie nicht mehr Bestand haben.

Freilich kein Grund zum Verzweifeln, immerhin ist Mattersburg in der Tabelle trotz allem noch auf Position zwei zu finden. „Wir haben noch fünf Partien, spielen noch einmal gegen Tirol und Güssing. Wenn wir fünfmal gewinnen, sind wir Grunddurchgangssieger“, rechnet Hallett vor. Das gelang Mattersburg in den letzten neun Saisonen immerhin viermal. Als Erster in die Play-off-Serie zu gehen, das ist einerseits eine Prestigesache, andererseits bringt es im Viertelfinale auch einen vermeintlich leichten Gegner. Unter die Top-Vier schafften es die Rocks seit 2010/11 (damals machten sich die einzelnen Divisionen in einem Finalturnier den Meister aus) immer. Das ausgegebene Ziel der Rocks ist aber ohnehin der erste Meistertitel seit 2014: „Das hat sich der Mattersburger Basketball verdient“, unterstreicht Hallett.

„Er ist einer, der unser Spiel auf das nächste Niveau heben kann.“ Rocks -Obmann Corey Hallett über Neuzugang und Hoffnungsträger Roman Skvasik.

Ein wichtiger Stein im Titelpuzzle soll dabei Neuzugang Roman Skvasik werden. Der Slowake bestritt gegen Ex-Verein Tirol sein erstes Spiel im Rocks-Trikot. Teamkollege Hallett gerät ins Schwärmen: „Roman war für uns ein Glücksgriff. Er ist erstens ein supernetter Kerl und zweitens ein super Spieler für die 2. Liga. Er ist einer, der unser Spiel auf das nächste Niveau heben kann.“ Dazu muss Skvasik in den nächsten eineinhalb Wochen noch besser integriert werden. Dann reisen die Rocks zu Schlusslicht Dornbirn nach Vorarlberg und dort soll die historische Niederlagenserie auch nicht mehr weitergehen.