Sebastian Jud: „Heikle Situation“. Der Mühlgrabener wird im Gegensatz zu seinen Teamkollegen nicht staatlich gefördert. Das macht es nicht einfach.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 13. September 2020 (01:41)
Tolles Gefühl. Jud mit dem Board auf einer künstlichen Welle.
BVZ

Sebastian Jud freute sich, dass letzte Woche der erste offizielle Trainingskurs der neuen Saison begann. Er absolvierte mit seinen Kollegen vom ÖSV-Nationalteam in Gmunden am Traunsee einen Konditionskurs. Es war eine polysportive Woche mit vielen Sportarten.

„Das Highlight war für mich sicher das Surfen auf einer künstlichen Welle in Ebensee. Das war sehr lässig und hat mir total gefallen“, berichtet der Profisportler aus dem Bezirk Jennersdorf. Allgemein gesehen war es eine gute Trainingswoche. Langsam, aber sicher, geht es nun auch wieder darum, das Gefühl für den Schnee zu bekommen. Das bleibt Juds Hauptfeld.

Erst in den nächsten Tagen soll dabei entschieden werden, wann und wo die Saison auf Schnee startet. Einfach ist die Lage für den Mühlgrabener nicht. „Es ist eine heikle Situation – für mich vor allem finanziell“, sagte er der BVZ. Jud ist nämlich der einzige österreichische Athlet im Weltcup, der keine staatliche Unterstützung erhält. „Das macht es nicht einfacher für mich, vor allem in diesem Corona-Jahr.“ Aufgeben ist für den sympathischen Snowboarder aber keine Lösung.