Ein Jubiläum im Stillen. Der UFC Purbach feierte sein 70-Jahr-Jubiläum zuletzt still mit einem Gedenkgottesdienst. Eine große Feier soll – wenn es wieder möglich ist – noch folgen.

Von Lukas Leier. Erstellt am 18. April 2021 (02:11)
Kleine Feier. Die angefertigte Gedenkkerze für die verstorbenen Spieler und Funktionäre zum 70-Jahr-Jubiläum des UFC Purbach. 
zVG

„Einmal da wirst du 70 sein, dann bin ich noch bei dir.“ Diese Zeile aus Chris Roberts‘ Klassiker „Du kannst nicht immer 17 sein“ wird bei vielen Fans und Mitgliedern des UFC Purbach zurzeit das Motto sein, auch wenn sie zumindest physisch aktuell nicht bei ihrem Herzensverein sein können. Der 70. Geburtstag des Vereins wurde aufgrund der aktuellen Corona-Situation nur still gefeiert. Eine eigens angefertigte Gedenkkerze wurde beim Gottesdienst am vergangenen Sonntag gesegnet. Ein offizieller Festakt soll noch heuer folgen, sofern dies möglich ist.

Am 11. April 1951 gründeten der damalige Schulleiter Andreas Müller und die beiden Lehrer Emmerich Mittermayer und Josef Unger den Fußballverein im malerischen Weinort am Neusiedler See. Was folgte, war eine Geschichte mit vielen Berg- und Talfahrten. Die sportlichen Höhepunkte des Vereins fanden in den 1980ern statt.

Nach Neumayer-Aus in die 2. Klasse Nord

Nach dem burgenländischen Meistertitel im Jahr 1982 und dem gewonnenen Aufstiegs-Play-off, machten sich die Purbacher österreichweit einen Namen mit der Teilnahme an der 2. Division, der damaligen zweithöchsten Spielklasse Österreichs. Auch im neuen Jahrtausend war der Verein erfolgreich unterwegs, beispielsweise mit dem Einzug ins BFV-Cupfinale im Jahr 2006. Mit dem Ende der Saison 2015/16 waren dann die „fetten“ Jahre im heimischen Türkenhainstadion vorerst vorbei.

Hauptsponsor und Obmann Harald Neumayer, 1983 als Spieler Teil der damaligen Erfolgsgeschichte, zog sich vom Fußballsport zurück und der Verein musste den direkten Weg von der Burgenlandliga in die 2. Klasse Nord gehen.

Dort starteten die Purbacher unter dem neuen Obmann Hermann Scheweck quasi wieder von Null weg, Regionalität war angesagt und statt Altstars fanden sich nun wieder überwiegend junge „Einheimische“ in der Startelf.

Zwei Neuzugänge stehen als Angriff nach oben?

In der aktuellen Saison brachte dieser Weg den UFC Purbach auf den aktuellen fünften Platz in der Tabelle und im Winter setzte man mit den Zugängen Davor Grgic und Constantin Maras ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz. Auch wenn zurzeit noch Geduld die oberste Tugend ist, vielleicht ist in ein paar Jahren wieder höherklassiger Fußball im Schmuckkästchen am Türkenhain zu sehen.