Stichwort Legionäre: Probleme nur im Unterhaus. Lediglich in der 2. Klasse hatten einige Klubs mit den Grenzkontrollen Probleme.

Von Philipp Frank. Erstellt am 11. September 2020 (02:52)
„Masseur-Legende“ Josef „Pepi“ Trichtl sprang für seinen ungarischen Kollegen beim ASV Hornstein in die Bresche und half aus.
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Eine Woche nachdem die ungarische Grenze aufgrund der Corona-Situation dicht gemacht worden ist (und noch nicht klar war, ob und unter welchen Voraussetzungen ungarische Kicker nach Österreich zur ihren Klubs fahren dürften), konnten die burgenländischen Vereine dennoch auf fast alle ihre Legionäre zurückgreifen – allerdings mit ein paar Ausnahmen.

Beim SV Wulkaprodersdorf (2. Klasse Nord) gab es keine Probleme mit den ungarischen Legionären. „Sie konnten auch zu den Trainings kommen. Unsere Kicker arbeiten alle in Österreich innerhalb der 30 Kilometer-Regelung und wohnen in Sopron“, erklärte Wulkaprodersdorfs Obmann Christopher Ivanschitz.

Beim Ligakonkurrenten ASV Hornstein gibt es nur einen ungarischen Masseur, der durfte nicht mehr kommen. So wurde kurzerhand Wimpassings „Masseur-Legende“ Josef „Pepi“ Trichtl reaktiviert. Teilweise Probleme gab es beim FC Sankt Andrä bei den Grenzkontrollen.

„Unsere Legionäre wurden am Mittwoch und Freitag auf der Fahrt zum Training aufgehalten und aufmerksam gemacht, dass sie in Quarantäne müssten, wenn sie nach Österreich ausreisen würden. Sie haben dann umgedreht und sind nicht gekommen. Beim Match in Großhöflein hat es aber funktioniert. Ich habe mir schon sicherheitshalber einen Plan B zurechtgelegt, da ich eineinhalb Stunden vor dem Spiel noch nicht wusste, ob unsere Ungarn kommen können oder nicht“, so Trainer Heinz Fleischhacker.

Beim FC Großhöflein gab es eine gemischte „Legionärsbilanz“. Adam Billege und Zsolt Bacsi arbeiten in Österreich und durften kommen. Laszlo Gemes und Benjamin Habi hingegen arbeiten im Nachbarland, wohnen außerhalb der 30 Kilometer-Grenze und durften deshalb auch nicht kommen.