HSV Pinkafeld-Nachwuchs jubelte über zwei Goldene. Die Herren wurden nach einem Fehler auf der Strecke disqualifiziert. So musste die Jugend „einspringen“.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 13. Juni 2021 (01:50)
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Siegreiches H15-18-Team: Simon Tobler, Lukas Wieser und Paul Friedl (v.l.) freuten sich sehr über die Goldmedaille.
HSV, HSV

In den steilen Hängen des Plabutsch-Hügels westlich von Graz wurden zuletzt einige OL-Medaillen vergeben. Auf die Teilnehmer warteten nicht nur Asphaltpassagen in Start- und Zielnähe der Arena Graz-Eggenberg, sondern hunderte von Höhenmetern am sehr dicht bewachsenen Plabutschhang. Dabei erwischte es auch die Herrenmannschaft des HSV Pinkafeld mit Richard Gremmel, Helmut Gremmel und Gernot Ymsén.

„Fehler soll nicht, kann aber passieren“

Die HSV-Staffel lag nach der Startstrecke etwas abgeschlagen zurück, aber aufgegeben wurden die Medaillenhoffnungen dadurch nicht. Die Taktik war nämlich klar darauf ausgerichtet, auf den Strecken zwei und drei, Platzierungen gut zu machen. Helmut Gremmel gelang dies eindrucksvoll, er schickte Ymsén nur mit wenigen Minuten Rückstand auf die Medaillenränge ins Rennen. Zu diesem Zeitpunkt lag das Team der NF Wien bereits uneinholbar in Führung. Routinier Ymsén machte zwar Plätze gut und kam auf Rang zwei ins Ziel, doch kurz darauf war klar, dass die Staffel des HSV disqualifiziert werden würde. Zwei Fehlstempel auf Strecke zwei beendeten das Medaillenringen. Helmut Gremmel stempelte den Posten mit der Nummer 49 anstelle von 48. „Mit Platz zwei hätten wir das Optimum herausgeholt, doch es sollte nicht sein. Klar, ein Fehlstempel soll nicht, kann aber passieren“, so Ymsén.

Erfreulicher waren die Ergebnisse in den Nachwuchsklassen. Bei den 14-Jährigen holten sich Philipp Prader, Eva Friedl und Florian Höller Gold. Bei den 15 bis 18-jährigen Burschen gelang dies dem Trio Simon Tobler, Paul Friedl und Lukas Wieser, das sich mit sieben Sekunden vor dem OC Fürstenfeld durchsetzte.