Streuobstwiesen von größter Bedeutung. Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf erklärte, wie der Erhalt der Streuobstwiesen in Zukunft möglich ist. In und rund um Rechnitz sowie im gesamten Südburgenland gibt es davon noch rund 3.000 Hektar mit 220.000 Bäumen.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 10. Mai 2021 (04:56)
Präsentierten eine Streuobstwiese. Thomas Böhm (RMB) Geschäftsführer Klaus Michalek (Naturschutzbund Burgenland), Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf und Engelbert Kenyeri (Obmann Naturpark-Geschriebenstein) (v.l.).
Landesmedienservice/Daniel Fenz, Landesmedienservice/Daniel Fenz

Vergangenen Freitag fand europaweit der erste „Tag der Streuobstwiesen“ statt. Damit soll die Bedeutung der Streuobstwiese für die Tier- und Planzenwelt und die Gesellschaft hervorgehoben werden.

Das Land Burgenland arbeitet gemeinsam mit den Naturparken an einem Managementkonzept und diversen Projekten für den Erhalt der Streuobstwiesen. Daher präsentierte Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf gemeinsam Projektleitern die Initiativen dazu.

Rund 3.000 Hektar mit 220.000 Bäumen

Mit über 5.000 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten zählen Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Nach Schätzungen gibt es in Österreich mehr als 3.000 verschiedene Obstsorten.

„Der Streuobstbau ist wesentlich für die Erhaltung der Biodiversität und der Sortenvielfalt im Obstbau“, erklärte Eisenkopf. Im Burgenland gibt es 400 Sorgen und einige Hundert lokale Sorten, die noch nicht erhoben wurden. „Diese Vielfalt ist nur mehr auf den traditionellen Streuobstwiesen zu finden.

In und rund um Rechnitz sowie im gesamten Südburgenland gibt es davon noch rund 3.000 Hektar mit 220.000 Bäumen. „Wir können davon ausgehen, dass sich rund 70 Prozent der Streuobstbestände im Südburgenland befinden.“ Ihr sei es ein großes Anliegen, dass seitens des Landes Projekte zum Erhalt der Streuobstwiesen unterstützt werden.

„Mit den Naturparken wurde ein Managementkonzept für den Erhalt des Lebensraumes Streuobstwiese erstellt.“ Nächstes Ziel ist es, dass sich mehrere Streuobstbauern in einer Region zusammenschließen, um ihre Produkte gemeinsam vermarkten zu können.