Bürger protestieren gegen Verkehrslärm. Anrainer der Oberwarter Dornburggasse machen gegen den Verkehr mobil. An die Gemeinde wurde jetzt eine Unterschriftenliste übergeben.

Von Carina Fenz. Erstellt am 17. September 2020 (06:03)
Anrainer machten wegen des enormen Verkehrsaufkommens in der Dornburggasse mobil. Die Stadt lenkte jetzt ein.
D. Fenz

Wirbel in der Dornburggasse ist nichts Ungewöhnliches, immerhin handelt es sich um eine der meistbefahrensten Straßen der Stadt. Seit Beginn der Bauarbeiten für das neue Krankenhaus und der großen OSG-Baustelle ist die Verkehrsbelastung aber noch einmal um ein Vielfaches gestiegen. Da sind sich die Bewohner einig. Um auf die enorme Belastung aufmerksam zu machen, organisierten sie unter der Federführung von Gerlinde Schößwendter eine Unterschriftenaktion. Nahezu alle Anrainer in betroffenem Straßenabschnitt haben unterschrieben. Die etwas mehr als 50 Unterschriften wurden in der Vorwoche an Bürgermeister Georg Rosner übergeben. „Wir wollten mit der Aktion keinen Wirbel erzeugen, sondern einfach nur auf diese unerträgliche Lage aufmerksam machen“, erklärt Schößwendter.

Das Gespräch verlief konstruktiv, die Stadt bot ihre Hilfe an, um die lärmgeplagten Anrainer zu entlasten. „Das Thema und auch dieses Problem ist uns ja bekannt und der erste Schritt zur Entlastung wurde mit dem Bau des Kreisverkehrs auf der Umfahrung B63a bereits getan. Wir stehen in ständigem Kontakt und Austausch mit der Landesstraßenverwaltung, um weitere notwendige Schritte zu setzen“, hieß es seitens der Gemeinde.

Die Anrainer zeigten sich nach dem Gespräch zufrieden. „Die Kanaldeckel, die durch ihren schlechten Zustand für noch mehr Lärm gesorgt haben, wurden bereits am nächsten Tag ausgetauscht. Außerdem hat man uns zugesagt, verkehrsberuhigende Maßnahmen zu setzen“, erklären die Anrainer.

Seitens der Baudirektion, da besagte Straße (bis zur Fertigstellung des neuen Krankenhauses) im Eigentum des Landes ist, meinte man: „Wenn es Beschwerden gibt, dann schauen wir uns die Lage vor Ort an und bewerten diese, um zu entscheiden, wie man die Situation für die Anrainer verbessern kann“, erklärt Baudirektor Wolfgang Heckenast.

Eine Forderung der Anrainer, die offizielle Zufahrt zum Krankenhaus über die Umfahrung zu leiten, kann, so Heckenast, noch nicht erfüllt werden. Aktuell gebe es noch keine Trasse, sondern nur einen Güterweg zwischen B63a und Spital.