Oberwart: Die „Bank“ bleibt und baut sogar aus. Speisen-Abholung nach fast sechs Monaten Pause wieder möglich. Bestellen kann man künftig via Smartphone-App.

Von Carina Fenz. Erstellt am 15. April 2021 (06:20)
Das Kultlokal „Die Bank“ wird seit 2016 von der Gotthardt Gruppe in neuem Style betrieben.
BVZ

Die Gerüchte, dass die „Bank“ nach dem Lockdown nicht mehr öffnen wurde, waren in der Stadt — oder besser gesagt der ganzen Region — kaum mehr zu überhören. Nicht ganz unbegründet, denn nicht nur, dass das Lokal seit dem corona-bedingten Gastroschluss am 2. November mittlerweile geschlossen hat, wurde in dieser Zeit auch nie ein Abholservice angeboten.

Die BVZ hat bei Inhaber Jürgen Grandits nachgefragt: „Betriebswirtschaftlich bringt uns ein Abholservice nichts. Das war bislang der einzige Grund, warum wir ein solches auch nicht angeboten haben“, erklärt Grandits. Trotzdem habe man sich jetzt entschlossen, die Pforten zum Abholen von Speisen zu öffnen. Ob die Schließungsgerüchte ein Grund dafür waren? „Ja, natürlich auch, denn wirtschaftlich läuft der Betrieb auch jetzt nicht, aber wir wollen die Kundenbindung wiederherstellen, denn in naher Zukunft muss es in der Gastronomie ja irgendwann wieder einmal losgehen“, so Grandits. Dass die Pause so lange wird, überrascht Grandits aber nicht. „Es war klar, dass der Winter nicht einfach wird und eine Öffnung der Gastro ein Wunschtraum von vielen gewesen ist. Ich denke, dass eine Öffnung rund um die Pfingstfeiertage realistisch ist und daher war auch für uns jetzt klar, dass wir wieder schrittweise den Betrieb öffnen können.“ Das Comeback der „Bank“ wird übrigens fulminant. „Wir haben uns zum großen Re-Opening einiges überlegt und investieren daher auch kräftigt“, kündigt Grandits an.

Aktuell wird die Terrasse neu gemacht und in weiterer Folge wird das Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet sowie eine Ladestation für E-Autos errichtet“, erklärt Grandits.

Das ist aber noch längst nicht alles, denn auch in Sachen Digitalisierung wird die „Bank“ in Zukunft ganz vorne dabei sein. Bis zum Sommer soll es möglich sein mittels Smartphone-Anwendung den Bezahl- und Bestellvorgang im Restaurant zu digitalisieren. „Die Gäste haben den Vorteil, dass sie in aller Ruhe durch das Angebot des Restaurants blättern können und nicht auf die Anwesenheit des Kellners angewiesen sind“, erklärt Grandits. Es wird auch möglich sein, dass man sein Essen für eine gewisse Uhrzeit bestellt und dann im Lokal nicht mehr warten muss.