Run auf neuen Schulzweig in Oberpullendorf. Neuer Oberstufenzweig im Gymnasium hat voll eingeschlagen. In der Handelsakademie hospitieren Lehrer aus anderen Ländern.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. September 2021 (06:11)
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Freuen sich über den Erfolg. Markus Neuhold, Gernot Beck, Bettina Herowitsch-Putz, Lukas Schattovits, Andrea Böhme, Benjamin Skolik, Elena Steszgal und Monika Binder vom „Fit4Future“-Team.
Gymnasium

Mit „Fit4Future – Kompetent fürs Leben“ startet das Gymnasium mit einem völlig neuen Oberstufenzweig ins neue Schuljahr. „Es gab dafür überraschend viele Anmeldungen. Ab dem Schuljahr 2021/22 werden gleich zwei Klassen nach diesem Lehrplan geführt“, freut sich Direktorin Helga Fabsits.

Die Idee des neuen Zweigs fasst Lehrer Markus Neuhold vom „Fit4Future“-Team wie folgt zusammen: „Schülerinnen und Schüler gewinnen ein breites Ausbildungsprofil mit hohem Praxis- und Lebensweltbezug.“ Zusätzlich zur gymnasialen Allgemeinbildung werden neue Fächer unterrichtet, wie Persönlichkeitsbildung, Sozialkompetenz, Rechtskunde, Wirtschafts- und Finanzbildung, Gesundheit und Ernährung. „Dazu kommt eine vertiefte Maturavorbereitung durch mehr Englisch für Wirtschaft und Soziales“, ergänzt Lehrerin Bettina Herowitsch-Putz. Lebensnah wird der Unterricht durch Exkursionen, Kooperationen mit außerschulischen Organisationen, Expertenkontakten aus den Gebieten der Schwerpunktfächer, Sozialpraktika und vermehrten Projektunterricht. Der Erwerb zahlreicher Zertifikate für Alltag und Bewerbungen wie etwa Erste-Hilfe-Kurs, Unternehmerführerschein, Babyfit- und Pflegefit-Ausbildung, die Teilnahme an Wettbewerben und andere persönlichkeitsbildende Aktivitäten stehen ebenfalls auf dem Lehrplan.

„Fundiertes Wissen in vielen Bereichen einerseits und Sozialkompetenz andererseits sind wichtige Fähigkeiten für die Zukunft“, ist Teammitglied Elena Steszgal überzeugt. In dieselbe Kerbe schlägt Schülerin Laura Trinkl, die in der neuen Oberstufe startet: „Ich habe mich für diesen Zweig entschieden, weil ich einen sozialen bzw. medizinischen Beruf erlernen möchte. Ein Grund für meine Wahl ist das Angebot des Erste Hilfe-Kurses. Außerdem interessiere ich mich für Ernährung und für die Projekttage im Ausland.“

Sehr gut angenommen wurde neben dem neuen Oberstufenzweig auch das Realgymnasium mit Informatik ab der 5. Klasse. In der Unterstufe startet man am Gymnasium wieder mit vier Klassen. Im Rahmen der Geräteinitiative „Digitales Lernen“ bekommen alle Schüler der ersten und zweiten Klassen Laptops. „Dadurch, dass bei uns im digitalen Bereich bereits viel Vorarbeit geleistet wurde – derzeit absolvieren zwei Drittel der Lehrer einen Hochschullehrgang für digitales Lehren, viele haben die Ausbildung bereits – sind wir eine Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Burgenland in diesem Bereich eingegangen. Der Unterricht im digitalen Bereich wird dabei von der Pädagogischen Hochschule unterstützt und wissenschaftlich begleitet. Wir bekommen Zugang zu sehr umfassenden, spezifischen Unterrichtsmaterialen und alle unsere Kollegen beteiligen sich an zusätzlichen weiteren Ausbildungen für die fachspezifische und fächerübergreifende Unterrichtsarbeit in diesem Bereich“, so Direktorin Helga Fabsits vom Gymnasium „Franz Liszt“.

Projekt soll zu Praxisplätzen verhelfen

Die benachbarte Handelsakademie bzw. Handelsschule werden heuer insgesamt 310 Schüler besuchen. Es wird zwei erste Handelsakademie-Klassen, eine erste Klasse der HAK-B, also der Abendform für Berufstätige, mit 21 Neuanmeldungen sowie eine kleine Handelsschul-Klasse mit dreizehn Schülern geben. In der Handelsschule wird auch ein neues Projekt gestartet, bei dem die Schüler unterstützt werden, Praxisplätze zu finden. „Wir wollen mit den Betrieben im Bezirk näher in Kontakt treten und für Schüler Schnuppertage organisieren“, erklärt Schulleiterin Sonja Hasler.

Außerdem darf sich die Handelsakademie über neue Partnerschulen in der Europäischen Union freuen, etwa in Italien. Einige Schüler können aufgrund dieser Kooperation mit Partnerschulen im Jänner einen zweimonatigen sogenannten „Long-Term-Stay“ im Ausland antreten. „Und zu uns kommen bald schon Schüler aus anderen EU-Ländern“, schildert Hasler. „Ganz neu wird für uns sein, dass Kollegen aus anderen Ländern zu uns kommen und unseren Unterricht hospitieren“, erklärt Hasler das sogenannte „Job Shadowing“.