Visionen für Kirchenberg. Sechs sehr unterschiedliche Konzepte erarbeiteten Studenten der Universität für Bodenkultur für die Zukunft des Platzes in Draßmarkt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. Juni 2021 (04:09)
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Bei der Präsentation. Gerhard Schlögl, Bürgermeister Anton Wiedenhofer, Vize Alois Bader, die Studenten Edith Kainbacher, Lisa Belsky, Stefanie Ostermann, Magdalena Steinlechner, Florian Böhm und Katharina Elskamp sowie Roland Mück.
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Im Rahmen eines Projektes waren Master-Studenten der BOKU (Universität für Bodenkultur) in Draßmarkt zu Gast und haben Ideen für die zukünftige Gestaltung des Kirchenberges entwickelt. Die Zusammenarbeit ergab sich auf Initiative der Arbeitsgruppe Dorferneuerung mit Gerhard Schlögl. Vergangene Woche wurden diese Konzepte unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen präsentiert. Bürgermeister Anton Wiedenhofer erklärte: „Die Studenten waren vor etwa einem dreiviertel Jahr da und haben sich die Ortschaft angeschaut.“ Betreut wurde das Semesterprojekt der Lehrveranstaltung des Instituts für Landschaftsarchitektur von Roland Wück und Tutorin Anna Richter. Roland Mück meinte bei der Präsentation: „Danke, dass wir das für euch und für uns abhalten dürfen. Es sind sechs sehr unterschiedliche Entwürfe.“

Vom Stammtisch bis zum Co-Working-Space

So machte sich Lisa Belsky in ihrem Entwurf unter dem Titel „Mach was dra(u)ß“ Gedanken darüber, dass der Kirchenberg das Herz des Orts sei. „Die Kirchenmauer sollte mehr in Fokus gestellt werden und als gestalterisches Element genutzt werden“, meinte sie. In Katharina Elskamps Entwurf „Draßmarkts ‚Glow Up“ ist zum Beispiel eine große Holztafel mit Stühlen vor der Kirche eingeplant, die zum Verweilen einlädt. Stefanie Ostermann schlug zum Beispiel vor, den alten Pfarrhof als „Dorfoffice“, als Co-Working-Space, zu nutzen. Außerdem schlug sie vor, die Stammtischtradition auf den Kirchenberg zu bringen und einen „Kiraberg-Stammtisch“ zu etablieren. Die Wehrkirche ins Zentrum stellte Florian Böhm.

In seinem Entwurf sind Stahlbänder, auf die verschiedene Ereignisse eingeprägt sind, enthalten. „So erzählt man auch die Geschichte des Ortes“, meinte Böhm. „Unter den Linden“ nannte Edith Kainbacher ihren Entwurf, der vor allem den alten Lindenbaumbestand hervorhob. Magdalena Steinlechner meinte: „Den Kirchenberg würde ich nur durch einige sanfte Eingriffe aufwerten, wie etwa die Flamme des Friedens zur Kirche zu stellen.“ Außerdem schlug sie vor, den Durchgang bei der Alten Schule zu öffnen und im hinteren Bereich, in dem es sehr viele alte Bäume gibt, Bänke aufzustellen.

Im Feuerwehrhaus waren die Entwürfe sowie Modelle auch ausgestellt und man konnte den Studenten Fragen zu ihren Ideen stellen. Vizebürgermeister Alois Bader führte aus: „Es sind interessante Ideen dabei, es liegt nun an uns, die eine oder andere umzusetzen.“