Mayer-Höttinger: Seitenweise Erinnerungen in neuem Buch. Monika Mayer-Höttinger aus dem Bezirk Oberpullendorf erzählt in „Zwei glatt, zwei verkehrt“ von ihrer Kindheit im Oberpullendorf der Nachkriegszeit.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 13. Juni 2021 (04:57)
440_0008_8091747_opu22m_opu_buchmayer_hoettinger
Bereits erhältlich. Das neue Buch von Monika Mayer-Höttinger.
BVZ

„Zwei glatt, zwei verkehrt“ war ein Schlager der 50er-Jahre. Monika Mayer-Höttinger hat diesen als Titel für ihr neuestes Buch gewählt, in dem sie Kindheitserinnerungen niedergeschrieben hat. „Wenn man älter ist, blickt man zurück. Das Langzeitgedächtnis funktioniert gut“, lacht sie.

Monika Mayer-Höttinger ist ein Kind der Nachkriegszeit, sie wuchs in Oberpullendorf auf, das damals in der russischen Besatzungszone gelegen ist. In ihren Geschichten erzählt sie vom täglichen Leben, den Entbehrungen und Schicksalsschlägen, denen die Familie in den Nachkriegsjahren ausgesetzt ist, begegnet diesen Ereignissen aber trotz aller Dramatik mit Humor. Sie schildert ihre Begegnungen mit den Russen, erzählt vom Federnschleißen, darüber, wie man früher eingekauft hat, von den heißbegehrten Zuckerl in der Konditorei Schermann oder dem allerersten Fernseher in Oberpullendorf, der im Gasthaus Domschitz gestanden ist.

Sie berichtet auch vom Dreimäderlhaus, in dem sie aufgewachsen ist. „Ich war die Nachzüglerin, das lästige Anhängsel, einmal haben mich meine beiden Schwestern ins Schwimmbad mitgenommen und ich bin ins Becken gefallen. Ein Nachbarsbub hat mich herausgezogen. Meine Schwestern wollten das verheimlichen, aber die Buschtrommeln in Oberpullendorf haben funktioniert“, so Mayer-Höttinger. Das Buch ist bereits ihr fünftes. Sobald größere Veranstaltungen wieder leichter möglich sind, möchte sie es mit ihrem vierten Werk „Wirtshausgeschichten“, das ebenfalls in der Corona-Zeit entstanden ist, präsentieren. Es ist bereits bei Buchwelten Emmer bzw. der Autorin ( 0650/8611624) erhältlich.