Tourismusverband: „Woar a guade Zeit“. Im Vinatrium in Deutschkreutz fand die fünfte und letzte Vollversammlung statt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:46)
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Abschied. Der Vorstand des Tourismusverbandes Lutzmannsburg Mittelburgenland mit (v.l., hinten) Michael van der Sanden, Werner Cerutti, Christian Gradwohl, Peter Filz, Günter Kurz, Thomas Angerer, Markus Hausensteiner und Alfred Szczepanski (vorne, l.) hielt seine letzte Vollversammlung ab. Als Gäste waren Bundesrätin Sandra Gerdenitsch, Nationalrat Niki Berlakovich (hinten, 3.v.r.) und Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel (vorne, r.) dabei. 
Dank

Nach der Begrüßung ließ Obmann Günter Kurz das Jahr 2020 Revue passieren: „Durch professionelle Marketingaktivitäten mit hohen Kontaktzahlen wurden trotz schwieriger Zeiten respektable Nächtigungszahlen erzielt.“ Der Dienstleistungsvertrag mit der Sonnentherme habe sich auch 2020 und 2021 sehr gut bewährt und für den Tourismusverband eine bessere Kosteneffizienz, zahlreiche Synergieeffekte und höhere Wertschöpfung gebracht.

Vom Land Burgenland wurde per 1. September 2020 mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2021 ein Förderzuschuss von 200.000 Euro netto für Marketingaktivitäten genehmigt. Trotz Pandemie und stark reduzierten Einnahmen konnten bis dato Marketingaktivitäten in der Höhe von knapp 231.000 Euro netto umgesetzt werden. Kurz bedankte sich beim Land für die zugesicherte Förderung der Marketingaktivitäten 2020/2021 mit 33,3 Prozent vom Gesamtbudget in Höhe von 600.000 Euro netto.

„Danke an die regionale Tourismuswirtschaft bzw. Betriebe, die sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zahlreich an den Marketingaktivitäten beteiligt haben. Es „woar a guade Zeit, die ich in meinem Leben nicht missen möchte“, so Kurz. Der wesentliche Anteil der Nächtigungen im Mittelburgenland fand im Pandemiejahr mit rund 80 Prozent in Lutzmannsburg statt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konnte von 2,23 Nächten pro Gast auf 2,4 gesteigert werden.

Geschäftsführer Hans Peter Filz blickte auf ein ehrgeiziges Marketingaktivitäten-Programm zurück: „Wir sind unserer Linie treu geblieben und waren bei den Personal- und Verwaltungskosten sehr effizient. Wir haben versucht, soviel Geld wie möglich in die Kommunikation der Angebote der regionalen Betriebe zu stecken.“ Trotz Pandemie wurden die Gäste über Angebote via Newsletter versorgt.

Neben einer Anzeigen-Kampagne, Beilegern und einer Mobile Targeting-Kampagne wurden in Kooperation mit dem Burgenland Tourismus, dem Verein Blaufränkischland Pur und den Betrieben sowie Betreibern TV-Spots zum Thema Wein, Genuss, Kultur, Natur, Freizeiterlebnisse sowie -aktivitäten gebucht. Ab Oktober wurde die neue Website unter dem Motto „mobile first“ intensiv beworben und mit Sarah Zmarits ein Online-Coach installiert. „Wir hatten große Sorge, dass Gäste aufgrund der Pandemie ausbleiben. Das Gegenteil war aber der Fall und nach dem Lockdown hätten uns die Gäste fast überlaufen“, so Filz. Zu Beginn des Jahres konzentrierte man sich darauf, die mobile Homepage zu verbessern und die Angebote der Betriebe gut aufzubereiten.

„Werden Regionalität nicht außer Acht lassen“

Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel ist sich bewusst, dass bei der letzten Vollversammlung – aufgrund des neuen Tourismusgesetzes gibt es ab 1. Juli eine neue Struktur mit nur mehr drei Verbänden im Land, darunter der Tourismusverband Mittelburgenland-Rosalia – bei dem einen oder anderen Wehmut dabei ist. „Die Regionalität werden wir nicht außer Acht lassen. Das Marketing in der neuen Konstellation ist ein riesiger Vorteil und wird dem Burgenland gut tun“, betonte Tunkel.

Das Burgenland habe in einem Nicht-Corona-Jahr 3,1 Millionen Nächtigungen, das entspreche zwei Prozent der Gästebetten Österreichs. „Das ist vergleichbar mit Saalbach Hinterglemm. Eine größere Einheit bedeutet eine schlankere Struktur und mit effizientem Einsatz der Mittel kann man touristisch viel im Land bewegen“, so Tunkel. „Ich bin überzeugt davon, dass hier gute Arbeit geleistet wurde und versichere, dass das Mittelburgenland wird nicht vergessen.“