Wein-Events sind sehr gefragt: Planung läuft. Rotwein-Opening zu Pfingsten findet als Tage der offenen Kellertüren bei einzelnen Winzern statt. Vorbereitungen für alle anderen Wein-Events im Bezirk Oberpullendorf laufen auf Hochtouren.

Von Dieter Dank. Update am 19. Mai 2021 (15:38)
Symbolbild

Mit dem Rotwein-Opening in Horitschon zu Pfingsten startet traditionell der Reigen der großen Weinevents im Mittelburgenland. Nachdem dieses im Vorjahr coronabedingt komplett ausgefallen ist, hat man sich heuer für eine pandemiekonforme Version entschieden.

Horitschon. „Die Nachfrage fürs Rotwein Opening ist groß, die Zimmer sind schon sehr gut gebucht“, so Weinbauvereinsobmann Anton Iby.
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„Das Rotwein-Opening wird am 22. und 23. Mai nicht in seiner ursprünglichen Form stattfinden. So ähnlich wie beim Rotweinherbst werden die Winzer aber ihre Kellertüren von 11 bis 18 Uhr öffnen. Es wird keinen Eintritt geben und die Kostgläser werden direkt bei den Weingütern ausgegeben“, schildert Horitschons Weinbauvereinsobmann Anton Iby. „Jeder Betrieb stellt einen Covid-Beauftragten, der eine Schulung bekommt. Damit keine Engpässe entstehen, können die Weinliebhaber bei ihrem Lieblings-Winzer einen Termin vereinbaren.“ Die Nachfrage sei groß, die Zimmer seien schon jetzt sehr gut gebucht. „Wer von solch einem Event noch Abstand halten möchte, kann sich gerne bei den Winzern einen separaten Termin ausmachen“, betont Iby.

Lutzmannsburg. „Aus momentaner Sicht werden alle drei Veranstaltungen stattfinden“, erklärt Weinbauvereinsobmann Christian Prickler.
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Das nächste Highlight im Weinevent-Kalender wäre die Weinblütenwanderung in Lutzmannsburg am 4. und 5. Juni. Diese soll aus jetziger Sicht ebenso stattfinden wie das Rotweinerlebnis von 6. bis 9. August und die Lutzmannsburger offenen Kellertüren am 6. November. „Die Voraussetzungen für solche Events sind laut Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf noch nicht zu 100 Prozent geklärt. Hier sollte die Politik schnellstmöglich die Rahmenbedingungen für solche Events freigeben“, meint Lutzmannsburgs Weinbauvereinsobmann Christian Prickler. „Die Nachfrage von Besuchern aus Nah und Fern ist sehr groß. Das freut uns sehr.“

Deutschkreutz. „Wir hoffen, dass wir unser Rotweinfestival in gewohnter Form durchführen können“, so Weinbauvereins-Chef Christian Kirnbauer.
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Über eine „enorme Nachfrage“ freut man sich auch in Deutschkreutz, wo man schon voll in der Planung und Organisation für das Rotweinfestival ist, das von 8. bis 11. Juli stattfinden soll. „Das Rotweinfestival ist ja auch die größte Veranstaltung des Mittelburgenlandes und daher ein wichtiges Aushängeschild und auch ein nicht wegzudenkender Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region“, ist Deutschkreutz’ Weinbauvereinsobmann Christian Kirnbauer überzeugt. „Es profitieren ja nicht nur die teilnehmenden Weinbaubetriebe. Das Rotweinfestival hat auch eine sehr große Außenwirkung weit über unsere Region hinaus, es kommen Gäste aus ganz Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn und Slowakei. Nachdem wir letztes Jahr leider absagen mussten, hoffen wir für heuer das Beste und alle freuen sich schon sehr darauf! Wir sind positiv eingestellt und hoffen, dass sich bis Juli die Lage entspannt hat und wir unser Rotweinfestival in gewohnter Form durchführen können.“

„Gesundheit der Gäste steht im Vordergrund“

Man sei allerdings auch für alle Eventualitäten gewappnet. Sollte es noch immer zu große Einschränkungen geben, hofft man, zumindest die Tage der offenen Kellertür durchführen zu können.

„Die Abendveranstaltungen in der Hauptstraße sind im Moment wohl der größte Unsicherheitsfaktor. Wir werden sehr spontan entscheiden, jeweils nach der aktuellen Situation. Die Gesundheit unserer Gäste steht natürlich im Vordergrund“, betont Kirnbauer. „Die Nachfrage ist bereits jetzt enorm. Der Weinbauverein Deutschkreutz und die Tourismusverbände bekommen täglich zahlreiche Anfragen für das Rotweinfestival. Man merkt, dass die Menschen wieder raus wollen und es kaum erwarten können bis es wieder Weinevents gibt und die Gastronomie öffnet. Wir sind davon überzeugt, dass, sobald die Öffnung kommt, wieder sehr viele Gäste ins Mittelburgenland kommen werden. Nicht nur zum Rotweinfestival, es gibt ja auch zahlreiche andere Veranstaltung rund um Wein, Kulinarik und Kultur in der Region.“

Neckenmarkt. „Man merkt, dass die Leute schon Sehnsucht nach Wein-Events haben“, so Weinbauvereinsobmann Gerald Wieder.
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Wie etwa die Rotweintage Neckenmarkt, die vom 12. bis 14. August planmäßig stattfinden werden. „Wie im Vorjahr werden die Winzer ihre Kellertüren unter Einhaltung eines Präventionskonzeptes aufsperren. Es wäre schön, wenn die Abendveranstaltungen am Schwanaplatz wieder möglich wären. Hier können wir aber nur die nächsten Monate abwarten, wie sich die Lage entwickelt“, erklärt Neckenmarkts Weinbauvereinsobmann Gerald Wieder. „Die ersten Anfragen sind bereits eingetroffen und man merkt, dass die Leute schon Sehnsucht nach Wein-Events haben.“