Festakt: Ein Stück Geschichte für 28 Wehren. Bei einem Festakt in Oberpullendorf konnten 28 Feuerwehren aus dem Bezirk Kopien der Original-Gründungsurkunde ihrer Wehr entgegennehmen.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 26. Juli 2021 (12:28)

„Die Zukunft liegt in dem, was in der Vergangenheit getan wurde!“– unter diesen Leitsatz stellte Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl den am Sonntag in Oberpullendorf stattgefundenen Festakt. Dank Feuerwehrkamerad Harald Nakovich aus Oslip, der Kontakt zu einigen ungarischen Kameraden der Feuerwehr Harkau hergestellt hat, und auf Vermittlung des Bezirksfeuerwehrkommandos ist es gelungen, in ungarischen Staatsarchiven erfolgreich nach verschollenen Feuerwehrgründungsurkunden zu suchen.

Zur offiziellen Gründung der heutigen Freiwilligen Feuerwehren im damaligen Ungarn war die Erstellung und Bestätigung durch das ungarische Innenministerium und Vorlage ans Verteidigungsministerium erforderlich. Kopien dieser über 100 Jahre alten historischen Gründungsdokumente in Deutsch und Ungarisch wurden nun vom Bezirksfeuerwehrkommando Oberpullendorf und politischen Ehrengästen an 28 interessierte Wehren überreicht. Leider konnten nicht alle angeforderten Urkunden aufgefunden werden, die Feuerwehren Oberloisdorf, Neckenmarkt und Piringsdorf hatten sich diese Dokumente schon zuvor selbst organisiert.

Wie Bezirkskommandantstellvertreter Kurt Kappel ausführte, war die erste Feuerwehr, die auf Boden des heutigen Burgenlands gegründet wurde, Pinkafeld und zwar 1871. Die älteste Feuerwehr im Bezirk ist Lackenbach, die 1874 gegründet wurde. „Von den heute bestehenden 62 Feuerwehren wurden bereits die Hälfte 1889/90 gegründet“, so Kappel.

„Ich spreche meinen vollsten Respekt und meine Anerkennung für diese historisch wertvolle Aufarbeitung aus, so können die Feuerwehren diesen wichtigen Teil der Geschichte wieder in den Händen halten“, erklärte Landtagsabgeordnete Elisabeth Trummer in ihrer Ansprache. Und Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas meinte: „Seit damals hat sich viel getan, eines ist gleich geblieben, der unermüdliche Einsatz aus Liebe zum Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit.“