Kittsee: Festival trotz Pandemie. Das Sommerfestival Kittsee bringt heuer ein Operetten-Sonderprogramm. Am 1. Juli wird Premiere gefeiert.

Von Saskia Jahn. Erstellt am 04. März 2021 (05:55)
Blickfang im Ort. Das Schloss Kittsee hat sich als beliebter Veranstaltungsort etabliert und steht ganzjährig für Feierlichkeiten jeglicher Art zur Verfügung. Trotz kontinuierlicher Kontrollen sorgte kürzlich ein unerwarteter Zwischenfall für Aufsehen.
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Die Corona-Pandemie hat die österreichische Kulturbranche nach wie vor fest im Griff. Von Aufgeben ist in Kittsee dennoch nicht die geringste Spur. „Wir legen unsere gesamte Energie und unser Engagement in die Vorbereitung. Denn hier geht es nicht nur um Kittsee. Es geht um die Kultur im Gesamten. Und somit auch um Österreich und unsere Identität als Kulturnation“, betont Christian Buchmann, Intendant des namhaften Sommerfestivals auf Schloss Kittsee. Heuer sei es nicht die große unbekannte, sondern die große bekannte Bedrohung, die Veranstalter herausfordere. Das Risiko sei um nichts geringer, dass das Festival letztendlich vielleicht nicht durchgeführt werden könne. „Allerdings sollten Open-Air-Veranstaltungen mit einer überschaubaren Größe noch die besten Chancen haben, unter Einhaltung aller behördlichen Vorgaben durchgeführt zu werden“, blickt Buchmann optimistisch und voller Hoffnung in die Zukunft.

Die Abende werden von zwei Sängerpaaren (zwei Sopranistinnen, ein Tenor und ein Bariton) und zwei Ballettpaaren gestaltet. In den beiden weiblichen Hauptrollen sind Nathalie Peña-Comas sowie Juliette Khalil zu erleben, als Tenor Roman Pichler. Musikalischer Leiter ist wieder Chefdirigent Joji Hattori. „Wir wollen einen Streifzug durch die wichtigsten und schönsten Operetten bringen. J Strauss Sohn, Lehar und Kalman stehen naturgemäß im musikalischen Mittelpunkt. Mittels eleganter Moderation und schauspielerisch umgesetzter kurzer Operetten-Szenen werden wir die Abende in Kittseer Manier kurzweilig und unterhaltsam gestalten.“ Dieser Plan sei aufgrund der Umstände, dass das Risiko einer wochenlangen verlorenen Probenarbeit nicht getragen werden könne, entstanden.