Obmann-Wechsel bei den Robisch. Thomas Schmidt ist seit Kurzem neuer Chef der Robischburschen und -mädchen Rohrbach. Ob der Robisch-Kirtag im Jänner abgehalten werden kann, ist noch fraglich.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 28. November 2020 (03:34)
Neuwahl. Vize-Obmann Michael Eckhardt, Bürgermeister Günter Schmidt und der neue Robisch-Chef Thomas Schmidt.
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Die Robischburschen und -mädchen Rohrbach – so wie man sie heute kennt – gibt es bereits seit 26 Jahren. Der Verein selbst besteht mit Unterbrechungen schon viel länger. Zuletzt wurde er 1995 zur Freude vieler wieder ins Leben gerufen.

Thomas Schmidt ist seit Ende Oktober der neue Obmann der 39 Rohrbacher Robischburschen und -mädchen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren. Der junge Rohrbacher gehört seit 2016 dem Verein an, damals wurde er 18 Jahre alt und das ist Bedingung in den Vereinsstatuten. Die Wahl zum Obmann wurde noch vor dem zweiten Lockdown abgehalten, damit der neue Vorstand gleich mit der Arbeit starten konnte.

„Unsere Hauptaufgabe ist die Organisation des Robisch-Kirtags, der am dritten Jännerwochenende stattfindet. Startschuss ist der Ausschank im Musikerheim am ‚Kirtagfreitag‘, wo verschiedene Einlagen und Sketches von uns, aber auch von den Mitgliedern des Musikvereines vorbereitet werden und zu einer positiven Stimmung beitragen. Dabei stehen wir dem Musikverein auch als Mitarbeiter hinter der ‚Budl‘ zur Verfügung“, berichtet der Neo-Obmann. Am Morgen des nächsten Tages wird der Kirtagsbaum mittels einer Kutsche aus dem Wald geholt und am Hauptplatz aufgestellt.

Traditionelles kirtagsspringen

Am Sonntag dürfen sich die Zuschauer auf das traditionelle Kirtagsspringen freuen, wo in Zweier-Paaren die Hauptstraße entlang gehüpft und bei jedem Wirtshaus eine Trinkpause eingelegt wird. Im Fürstenstadl erfolgt danach die Wahl der Kirtagsprinzessin. „Selbst eisigste Temperaturen halten die zahlreichen Zuschauer bei unserem Kirtag nicht vom Kommen ab“, berichtet Thomas Schmidt, der mit seinem Team aufgrund der Pandemie am Überlegen ist, wie das dieses Mal von statten gehen könnte. „Unseren Frühschoppen und den Sommerausflug mussten wir heuer leider ja schon absagen“, bedauert er. Aber möglicherweise wird er auf den Sommer verschoben.

Lange Tradition. Die Robischburschen in alter Tracht.
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Der Robisch-Obmann wie auch sein Stellvertreter wird jedes Jahr Ende Oktober neu gewählt. „Es gibt nur Obmänner, die Kirtags-Prinzssin vertritt die Interessen der Frauen im Verein“, erzählt Thomas Schmidt. Der Obmann, auch „Robisch“ genannt und sein „Vize“ organisieren Sitzungen und die Planung von Veranstaltungen oder Ausflügen.

„Wenn man junge Erwachsene mit verschiedenen Interessen durch das Brauchtum zusammenbringen kann und bei unseren Frühschoppen oder beim Kirtag mit der ganzen Gemeinde feiern kann, ist das etwas richtig Schönes, auch wenn kurze Besprechungen im Gasthaus bis in den frühen Morgen dauern“, so Schmidt augenzwinkernd. Der neue Obmann hat an der Handelsakademie Mattersburg maturiert und arbeitet bei der Burgenländischen Landesregierung. In seiner Freizeit trifft man ihn oft beim Kicken am Fußballplatz, denn er spielt für den örtlichen Verein oder in geselliger Runde in den örtlichen Gasthäusern.