Feuerwehr Neudörfl ohne Kommandant. Vanessa Pilles legte ihr Amt zurück. Für die neue Wahl am 28. Juni konnten bereits zwei Kandidaten gefunden werden.

Von Richard Vogler. Erstellt am 17. Juni 2021 (04:16)
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Ende April reichte Vanessa Pilles ihren Rücktritt ein. Seit 1. Juni wird die FF Neudörfl nun von Stellvertreter Jürgen Pilles geleitet.
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Jänner und Februar dieses Jahres fanden im Burgenland die Wahlen für die Feuerwehrkommandanten und deren Stellvertreter statt. In Neudörfl wird am 28. Juni nun wieder neu gewählt. Zur Vorgeschichte: Als Wahlvorschläge wurden als Kommandantin Vanessa Pilles und Thomas Stocker als ihr Stellvertreter eingebracht. PIlles wurde von den Feuerwehrmitgliedern gewählt, bei Stocker gab es ein deutliches Veto: Nur 18 sprachen sich für Stocker aus, 22 gegen ihn, womit er sein Amt nicht antreten konnte. Das Feuerwehrgesetz sieht in diesem Fall vor, dass Pilles selbst einen Kommandantstellvertreter aus den eigenen Reihen zu bestimmen hat. Die Wahl von Vanessa Pilles fiel auf ihren Vater Jürgen Pilles, der auch das Amt des Abschnittskommandanten bekleidet. Bereits zu diesem Zeitpunkt hielt Pilles fest, dass er eine vollständige Amtszeit als Stellvertreter nicht anstrebe. Mit Ende April reichte Vanessa Pilles ihren Rücktritt ein, der mit 1. Juni auch in Kraft trat. „Es sind persönliche Gründe“, so Vanessa Pilles auf Anfrage der BVZ zu ihrer Entscheidung. Dass die Abwahl von Stocker ebenso mitgespielt hat liegt auf der Hand, wird hingegen von Pilles dementiert. Nun steht die Neudörfler Feuerwehr ohne Kommandanten da, als interimister Leiter der Wehr fungiert Stellvertreter Jürgen Pilles.

Laut Burgenländischem Feuerwehrgesetz muss nach dem Rücktritt von Vanessa der Bürgermeister nun bis Jahresende eine erneute Wahl ausschreiben, was bereits erfolgt ist: Am 28. Juni gibt es wieder einen Urnengang für die Neudörfler Feuerwehrmitglieder. „Ich habe sehr viele Gespräche mit möglichen Nachfolgern geführt, zwei Kandidaten haben sich nun gefunden, die sich für die beiden Führungsämter zur Verfügung stellen würden“, berichtet Bürgermeister Dieter Posch, der die beiden Namen nicht nennen will. „Ich will hier nicht vorgreifen, es soll ein demokratischer Entscheidungsprozess sein“, so Posch.