Geld für Politiker: Streit um Bezüge. LZM-Pregl kritisiert SPÖ wegen „explodierender Personalkosten“. SPÖ: „Pregl operiert mit falschen Zahlen.“

Von Bettina Eder. Erstellt am 09. September 2017 (05:48)
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Der Schuldenstand mit 20 Millionen Euro sei zu hoch, die Personalkosten in der Stadt seien explodiert – kritisiert Peter Pregl, Liste Zukunft Mattersburg. Ein Grund dafür sei, dass die Bürgermeisterin sowie die Stadt- und Gemeinderäte in der Gemeinde angestellt seien.

Pregl konkret: „Sie bekommen 14 Gehälter und auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. In anderen Gemeinden erhalten Gemeinderäte nur Sitzungsgeld.“ Einsparungspotential sieht Pregl beim Amt des 2. Vizebürgermeisters: „Dieses Amt kostet der Gemeinde pro Jahr mehr als 10.000 Euro.“ Pregl selbst würde im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister sogar auf das Gehalt (etwa 50.000 Euro/Jahr) verzichten.

Kein Verständnis für Kritik

Die SPÖ hat für die Kritik kein Verständnis und kontert, dass Pregl – „bewusst oder unbewusst“ – mit falschen Zahlen operiere. SP-Chef Otmar Illedits erklärt: „Wenn Pregl bei der Ausübung der Bürgermeisterfunktion auf sein Gehalt verzichten will, stellt sich die Frage, wie er seinen Lebensunterhalt bestreiten will.“

Illedits betont weiter: „Mattersburg ist knapp nach Oberpullendorf der Bezirksvorort mit der niedrigsten pro Kopf-Verschuldung.“ Der Schuldenstand inkl. Leasing betrage derzeit laut Rechnungsabschluss 2016 zudem nur 14,938 Millionen Euro. Außerdem sei es so, dass „ein Gemeinderat in Mattersburg pro Monat 129,90 Euro brutto erhält und die Mehrkosten eines zweiten Vizebürgermeisters belaufen sich jährlich lediglich auf 3.248 Euro pro Jahr.“

Keine Oppositions-Schützenhilfe erhält Pregl von ÖVP-Mann Michael Ulrich: „Wenn Pregl öfter bei Veranstaltungen und bei Vereinen in Mattersburg wäre, wüsste er, dass die Gemeinderäte ihre Aufwandsentschädigungen für Eintritte und Geschenkskörbe an die Gesellschaft zurückzahlen.“