ÖVP fordert eine Akut-Ordination im Bezirk Mattersburg. Die ÖVP fordert eine Akut-Ordination im Bezirk Mattersburg ein. Sagartz: „Müssen Vorreiter sein.“

Von Bettina Eder. Erstellt am 25. Oktober 2017 (12:25)
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Fordernd. ÖVP-Bezirkschef Christian Sagartz will die Gesundheitsversorgung verbessern.
BVZ, zVg

„Bereits jetzt fehlen in einigen Ortschaften Ärzte, bis zum Jahr 2025 gehen immer mehr Ärzte in Pension. Wir wollen die ärztliche Versorgung sichern und kämpfen gegen den Ärztemangel. Daher braucht es nun wie im Bezirk Oberwart eine Akut-Ordination in unserem Bezirk“, sagt ÖVP-Bezirksparteiobmann Christian Sagartz.

In Oberwart ist die Akut-Ordi vor etwa einem Jahr mit Erfolg angelaufen – dort verringerte sich durch das Projekt die Arbeitsbelastung für die Hausärzte. Bisher mussten diese nämlich rund zweimal pro Woche Nachdienst leisten, durch den Einsatz in der Akutordination verringert sich das auf rund einen Bereitschaftsdienst alle zwei Wochen. Hauptprobleme in der ärztlichen Versorgung gibt es am Wochenende und in der Nacht.

"Medizinische Versorgung ist gefährdet"

„Die Ärzte teilen sich diese Zeiten in einer Art Bereitschaftsdienst. Dieses System wird nicht mehr lange aufrecht bleiben können: Vor allem junge Ärzte sind immer weniger bereit, diese Stunden zu leisten. Unsere Versorgung mit Hausärzten, die einen Kassenvertrag haben, ist also gefährdet“, umreißt der ÖVP-Bezirksparteiobmann das Problem.

Mattersburg müsse bei derartigen innovativen Projekten – auch aus dem Grund, dass er einer von zwei Bezirken ohne Krankenhaus sei – Vorreiter sein. Konkret soll die Abwicklung so sein, dass in dieser Akutordination ein Hausarzt anwesend sein, den Patienten untersuchen und versorgen beziehungsweise bei Bedarf ins Spital überweisen soll.