Volksschule macht beim "Projekt Naturparkschule" mit. Vier Schulen aus dem Bezirk machen schon mit, jetzt ist auch die Volksschule Forchtenstein mit dabei.

Von Helga Ostermayer. Erstellt am 29. Oktober 2020 (04:33)
Naturparkschule Volksschule Forchtenstein. Die Kinder der Klasse 2a beimPflanzen einer Eichel für einen eigenen Klassenbaum.
zVg

Ab dem heurigen Schuljahr beteiligt sich die Volksschule Forchtenstein am dauerhaften Projekt „Naturpark-Schule“. Zielsetzung ist eine intensive Kooperation der Schule mit dem Naturpark Rosalia-Kogelberg.

Als Naturparkschule wecken wir die Begeisterung und ein Interesse für die Natur. Das Verständnis für sensible Zusammenhänge im Kreislauf der Natur wird gefördert und der richtige Umgang mit der Natur vermittelt.

Die Schulleiterin Silke Teuschl sagt dazu: „Wir lenken unseren Schwerpunkt auf die Natur unserer Heimat. Es wird viele neue Projekte, wie zum Beispiel das Insektenprojekt ‚Das große Fressen‘ geben, wo wir uns die Nahrungsaufnahme von Insekten genauer anschauen werden oder auch Waldprojekte mit der Unterstützung der Werkstatt Natur oder ein Streuobstwiesen- sowie ein Bienen-Projekt“, berichtet sie. „Die Kinder sollen mit solchen Projekten für die heimatliche Natur sensibilisiert werden und wir wollen durch diese Prozesse zeigen, wie Kinder selbst zu einer Verbesserung der Lebensqualität in ihrer Umgebung beitragen können.

Das Konzept der „Österreichischen Naturparkschule“ wird in Österreich bereits seit dem Jahr 2008 mit großem Erfolg und Engagement umgesetzt. Es hat sich in den wenigen Jahren seines Bestehens als ausgesprochen erfolgreiches und nachhaltiges Modell der Zusammenarbeit zwischen Naturpark, Gemeinde und Schule bewährt. Das Prädikat „Naturparkschule“ erhalten jene Schulen der Naturpark-Gemeinden, welche ihr Leitbild an die vier Aufgabensäulen eines Naturparks – Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung – anpassen und unter Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Naturparks gemeinsame Lehr- und Lernziele definieren. Durch gemeinsame Projekte, Exkursionen und interaktives Lernen in der Natur, soll die jeweilige Schutzregion für die Kinder greifbar und lebendig werden. Denn „nur was man kennt, kann man schätzen. Und nur was man schätzt, wird man schützen“.

Naturparkschule sein bedeutet eine sehr enge Zusammenarbeit zwischen Naturpark, Schule und Gemeinde. Es ist etwas ganz Besonderes, die Schule kann dabei das Bildungszentrum des Naturparks werden – mit Projekten, Pädagogen- und Elternweiterbildung – damit gewinnt die Schule an Bedeutung in der Region.

Für die Gemeinde und den Naturpark ist die Naturparkschule ein wesentlicher Punkt des Bildungsauftrages aber auch ein hervorragendes Instrument zur Identifikation der Bevölkerung mit dem Naturpark. Im Burgenland gibt es derzeit 21 Naturparkschulen, davon fünf im Bezirk - Volksschule Draßburg, Volksschule Loipersbach, Volksschule Schattendorf, Volksschule Sieggraben und nun auch die Volksschule Forchtenstein.

Am 3. November erfolgt die offizielle Zertifikats-Verleihung für die Volksschule Forchtenstein durch Landesrätin Daniela Winkler und Vertreter der Naturparke.