Schwellbrand im Silo bei Hirmer Tischlerei. Ein Einsatz in luftigen Höhen war am Samstagmorgen für die Feuerwehr angesagt. Der Schwellbrand konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 23. April 2021 (03:50)

Die Feuerwehr Hirm wurde am Samstagmorgen vergangener Woche zu einem Silobrand in eine ortsansässige Tischlerei gerufen. Der örtliche Einsatzleiter forderte umgehend weitere Kräfte an, da in der Erstphase des Einsatzes nicht klar war, wie sich das Brandereignis im inneren des Silos darstellte. Umgehend trafen die Feuerwehren Mattersburg, Antau, Zemendorf sowie Stöttera an der Einsatzstelle ein. Zur Koordinierung der Maßnahmen unterstützte das Bezirksfeuerwehrkommando Mattersburg, unter der der Führung von Bezirksfeuerwehrkommandant Adolf Binder senior und Abschnittsbrandinspektor Adolf Binder junior die Einsatzleitung.

Zuerst wurden Strom- und Gaszufuhr zum Objekt unterbrochen. Der Tischlereibesitzer informierte die Feuerwehrführung, dass sich Sägespäne im inneren des Silos befinden. Die aktuelle Füllhöhe war zuerst nicht klar. Brände in Silos birgen ein hohes Risiko in sich. Transportbedingt kommt es bei Schüttgütern, in diesem Fall Sägespäne, zu mechanischem Abrieb und somit zur Bildung von Staub. Gleichzeitig werden bei Schwel- und Glimmbränden in der Regel große Mengen Pyrolysegase freigesetzt. In Verbindung mit etwaig vorhandenen Glutnestern ist bei Silobränden stets von einer akuten Gefahr von Staub- und Pyrolysegasexplosionen auszugehen.

Rauchaustritt im Dachbereich

Im Dachbereich wurde zunächst ein Rauchaustritt wahrgenommen. Ein Atemschutztrupp wurde mittels Hubsteiger an den entsprechenden Bereich herangeführt. Ein Teil der dortigen Blechverkleidung wurde mit einem Trennschleifer geöffnet. Hier konnte ein Schwelbrand der darunter liegenden Holzkonstruktion geortet werden. Der Atemschutztrupp begann umgehend mit den Löscharbeiten und konnte so eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern.

Es konnte festgestellt werden, dass der Silo nur eine geringe Füllhöhe aufwies und somit keine Gefahr für die Einsatzkräfte bestand. Um sicherzustellen, dass sich im Inneren keine Glutnester mehr befanden, wurde unter schweren Atemschutz ein großer der Teil der Sägespäne aus dem Silo gebracht und mit einem Radlager abtransportiert. In regelmäßigen Abständen wurde die Temperatur des Schüttgutes kontrolliert. Durch die gute Organisation des Atemschutzsammelplatzes war stets gewährleistet, dass ausgeruhte Kräfte die fordernde Aufgabe im Silo bewältigen konnten. Nach rund sieben Stunden waren die Arbeiten beendet.

Um bei einem möglichen erneuten Aufflammen des Brandes schnell eingreifen zu können, stellte die Feuerwehr Hirm eine Brandwache.